Hollywoods Hinterhöfe – Enter a new dragon of cineastic barbarism and bad taste


Nach 17 Jahren war es doch mal Zeit für eine Generalüberholung der Seite. Für technisch Interessierte: wir (d.h. hauptamtlich mein neuer IT-Knecht Mad Mike) haben das System auf WordPress-Basis umgestellt, was doch deutlich leichter zu handhaben ist als die bisherige MediaWiki-Software.

Leider ist die Umstellung dadurch arbeitsaufwendiger geworden als ursprünglich vermutet. Was Ihr derzeit vor Euch habt, ist quasi eine „public beta“ – wir haben einen Grundstock von ca. 1800 Reviews mittlerweile, der Rest wird im laufenden Betrieb peu-a-peu nachgepflegt, bis wir wieder alles an Bord haben, was auch vorher an Bord war. An einzelnen Reviews wurden kleine kosmetische Korrekturen und ggf. auch Neubewertungen vorgenommen, wenn sich die bisherige Wertung als nicht haltbar erwiesen hat. 🙂

Für Hinweise auf Fehlkategorisierungen, fehlerhafte Bildeinbindungen und sonstige unheimliche Erscheinungen, die nicht so aussehen, als wären sie beabsichtigt, sind wir stets dankbar.

Für Neulinge – wir unterscheiden streng genommen drei Arten von Reviews: die altbewährten „Langreviews“, die als letzte umziehen werden, die derzeit vorherrschenden „Kurzreviews“ (die ehemaligen „Bits“) und die „Shorties“ (das sind Mini-Reviews in ein oder zwei Absätzen, die entweder steinalt sind oder ursprünglich auf meinem privaten Facebook-Account veröffentlicht wurden, mir aber zu „wertvoll“ erschienen, um weggeworfen zu werden. 🙂

Rechts werdet Ihr immer die aktuellsten Neueinspielungen (und neuen Content, der natürlich auch schubweise kommen wird) und die zuletzt kommentierten Reviews finden. Das Forum wartet natürlich auch auf Eure rege Anteilnahme, und die „Special Features“, Interviews und Non-Review-Artikel, werden, sobald vollständig, auch wieder zu finden sein. Verloren geht nix 🙂 Perspektivisch wird auch die Seite unseres Filmfestivals B-FILM BASTERDS komplett eingebunden werden.

In diesem Sinne – viel Spaß und angenehmes Lustwandeln in den neuen Heiligen Hallen!

Kult & Kultur des Unterschlagenen (erläutert im Jargon der Eigentlichkeit)


Eigentlich… ist BADMOVIES – sprich „schlechte Filme“ – eine falsche Formulierung. Aber sie ist schön griffig! Hauptsächlich wollen wir uns hier mit dem beschäftigen, was man so hübsch „B-Film“ nennt. Filmhistorisch geht dieser Begriff auf die guten alten Hollywood-Zeiten der 30er zurück… „B-Filme“ waren damals durchaus von den großen Studios produzierte Filme, mit denen diese zwischen den Großproduktionen („A-Filme“) die ihnen gehörenden Kinoketten zukleisterten. B-Filme wurden damals durchaus mit respektablen Stars gedreht, hatten aber einfach ein kleineres Budget und meist kürzere Laufzeit, damit man sie in Doppelvorstellungen packen konnte.

Nachdem die Studios vom langen Arm des Gesetzes gezwungen wurden, sich von ihren Kinoketten zu trennen, wurde der „B-Film“ zum Territorium der „Independents“, der kleinen, unabhängigen Produzenten, die für wenig Geld potentiell kommerziell erfolgversprechende Reißer drehten, wieder für Doppelvorstellungen oder später für Drive-Ins. „Marihuana“-Filme wie Reefer Madness, eigentlich alle frühen Roger Corman-Filme, Ed Woods Werke etc. fallen in diese Kategorie. Mit dem Aussterben der Drive-ins und dem Aufschwung der Multiplexe und dem gleichzeitigen Entstehen des Home-Video-Markts etablierte sich „B-Film“ zum Synonym für DTV (Direct-to-Video) – Filme, die nie für Kinoeinsatz entwickelt wurden, sondern nur auf dem Video-Leih- und Kaufmarkt für Kasse sorgen sollten. Über all die Jahre blieb eins weitgehend gleich – B-Filme grasen seit fünfzig Jahren das gleiche Terrain ab: Horror, Science fiction, seit den 80er Jahren verstärkt Action, Exploitation. Themen also, die mit vergleichsweise bescheidenen finanziellen Mitteln potentiell hohen Gewinn versprechen.

Von den billigen Plätzen aus betrachtet – It’s exactly what you think it is!


Die „seriöse“ Filmkritik nahm und nimmt den B-Film nie richtig zur Kenntnis – obgleich manch große Karriere, sowohl von Regisseuren als auch von Schauspielern, im B-Film-Bereich begann. James Cameron, Joe Dante, Jonathan Demme und Ron Howard seien als Beispiele für Regisseure erwähnt, die ihr Rüstzeug in der Billigfilmschmiede Roger Cormans erlernten. Johnny Depp, Leo DiCaprio, Tom Hanks, Angeline Jolie – sie alle starteten ihre schauspielerischen Karriere in Filmen, die man als B-Filme klassifizieren kann und muss (und nahezu jeder Hollywood-Top-Star hat seine B-Leiche im Keller).

Dennoch erfreuen sich die B-Filme immenser Popularität – nicht verwunderlich, da 80% der Titel, die in Videotheken rumstehen, sich dieses Etikett anhängen können oder müssen. B-Filme müssen auch nicht von Haus aus schlecht sein – das trifft sicherlich auf den Großteil zu, aber wie schon Theodore Sturgeon sagte: „90% von allem ist Mist!“. Schwierig wird’s halt schon allein ob der Masse neu erscheinender Titel und dem, was schon seit Jahren auf dem Markt ist, festzustellen, was nun was taugt und was nicht.

Nischenheimat (oder das Herz für das nicht ganz so Professionelle)


Dies ist der eine Aspekt, der BADMOVIES inspirierte… der andere ist der schlichte Kultwert. In den USA sind „Bad Movie Festivals“ gang und gäbe – hanebüchene Filmeskapaden wie Monster from Green Hell, The Infra Superman oder Plan 9 From Outer Space sind Kult, sie haben Fans und sie haben Websites (einige der besten findet man unter den hiesigen Links). In Deutschland gibt’s zwar, wie man im Lauf der Zeit merkt, genügend Fans, aber es hat sich im Internet noch keine definitive Plattform entwickelt, um sich auszutauschen, wie es Sites wie in den USA sind. Dies ist der zweite Aspekt, der BADMOVIES inspirierte und immer noch inspiriert… (und an dieser Stelle ein Gruß an Andrew Borntreger, der mir hoffentlich nicht zu sehr böse ist, dass ich die Bezeichnung BADMOVIES relativ schamlos für Verwendung in deutschen Landen „klaute“). Summa summarum: BADMOVIES soll B-Movies-Fans und solchen, die es (vielleicht) werden wollen, eine Plattform bieten.

Mit dem Herzstück in Form ausführlicher, umfassender – in Einzelfällen auch durchaus etwas ausufernder – Reviews, die ausdrücklich auch Spoiler beinhalten können (be aware!), veredelt durch launige Kommentaren und Analysen. Dem Kern der Sache liegt stets die alles entscheidende Frage zugrunde: „Bietet der Film einen Unterhaltungswert?“. Denn das ist nun mal meines Pudels Kern: ich möchte mich von Filmen unterhalten fühlen – vorzugsweise gut! Unter diesem Hauptaspekt fühle ich den Filmen auf den Zahn und bemühe mich, diesen in möglichst eloquenter, punktgenauer und ebenso unterhaltsamer Weise herauszuarbeiten und abzubilden. Genretechnisch gibt’s keine Scheuklappen – von Splatterhorror bis Arthouse-Drama kann hier alles seinen Platz finden, und sicher auch gelegentlich die ein oder andere Großproduktion, die’s verdient hat, durch den Kakao gezogen zu werden. Ausnahme: für Amateur-Filme ist die Site nicht gedacht – ein gewisser professioneller Mindeststandard soll gewahrt bleiben (also schickt mir nicht Eure Camcorder-Tapes). Für Review-Vorschläge, Gastreviews und andere gute Ideen bin ich immer dankbar.

The Great BADMOVIES Swindle – Was ich noch zu sagen hätte dauert eine Zigarettenfabrik


So gesehen ist BADMOVIES eigentlich ein wenig „Etikettenschwindel“ – es geht hier nicht ums Abfeiern amtlicher Zelluloidverschwendung, bei deren Ansehen einem sämtliche Gehirnzellen explodieren, als Kult (was nicht heißt, dass solche Filme nicht ebenfalls nach bestem Wissen und Gewissen gewürdigt würden), sondern um (natürlich subjektive) Herausstellung von „what’s entertainment and what’s not“ aus dem Bereich der preisgünstig produzierten Filmware.

Zur besseren Orientierung und Einschätzung habe ich für meine kürzeren, kompakten Reviews eine einfache Zahlenbewertung von 0 bis 5 angegeben und für meine längeren, umfangreicheren Reviews zwei Bewertungsskalen „entwickelt“:

Die BOMBEN-Skala von 0 bis 10: klassifiziert das technische/darstellerische/drehbuchmäßige Unvermögen der Beteiligten, je höher, desto unprofessioneller…

Die BIER-Skala von 0 bis 10: klassifiziert den reinen Spaßwert des Gebotenen, bevorzugt in geeigneter Stimmung & Runde. Sie stellt also heraus, wie unterhaltsam der Film letztendlich ist, unabhängig von seinen durch die BOMBEN-Skala dargestellten Schwächen. Der wahre B-Film-Fan von Welt schlägt sich aber auch gerne mal durch einen nur BOMBenden Streifen, und sei’s zur Abhärtung. 😉

Für Fragen, Belehrungen, Bekehrungs- und Erleutungsmaßnahmen, Beleidigungen, Lob, Huldigungen, Geld- und Sachspenden wendet euch vertrauensvoll per Kontakt-Button an euren guten Dr. Acula.

Alles Wichtige wird einsam getan – Alles Nichtige gesellig


BADMOVIES & B-FILM-BASTERDS

Um ein bisschen mehr Geselligkeit in unser aller Facebook-Leben zu bringen, haben wir für BADMOVIES & B-FILM BASTERDS diese Gruppe gegründet, in der ausdrücklich erlaubt und erwünscht ist, auch mal abseits der fixen Thematiken auf den jeweiligen Pages (durch die Content-/Veranstaltungspostings) munter zu quasseln, zu diskutieren, auch mal ordentlich zu streiten, und uns generell über unser aller Lieblingshobby Film auszutauschen: BADMOVIES & B-FILM BASTERDS | GROUP LOUNGE | OPEN 24/7

Um halbwegs gestittetes Betragen wird gebeten 🙂

Viele Spaße!

Enter the Dragon


What's up, then?