Eyecatch Junction


  • Original-Titel: Toppuu! Minipato tai - Aikyatchi Jankushon
  •  
  • Regie: Takashi Miike
  • Land: Japan
  • Jahr: 1991
  • Darsteller:

    Makoto (Hiroko Nakajima)
    Atsuko (Aiko Asano)
    Detective Kawamura (Daisuke Nagakura)
    Miyuki (Minako Fujimoto)
    Polizeichef (Bû Takagi)
    Megumi (Risa Tachibana)
    Gujo (Jirô Miyaguchi)


Vorwort:

Abt. Es ist nur ein kleiner Schritt für die Menschheit. Punkt.

Für alle, die es mir vielleicht nicht geglaubt haben, ich mache wirklich ernst. Irgendwann, in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft, wird Badmovies die erste (und wahrscheinlich auf ewig einzige) Seite im deutschsprachigen Internet sein, auf der nahezu (noch hab ich nicht alle beisammen) alle Filme von Takashi Miike mehr oder weniger ausführlich besprochen worden sind. Ich habe mich dazu entschlossen, chronologisch vorzugehen, da auf diese Weise gleich mal zu Anfang einige Werke Erwähnung finden, die sicherlich ansonsten überall übergangen würden. Schon LADY HUNTER ist offiziell nur auf einer japanischen VHS zu finden, desgleichen gilt auch für den heute vorliegenden EYECATCH JUNCTION. Und war erstgenannter noch ein recht normaler Direct-to-Video Actioner, kommen wir heute in den Genuss einer doch schon sehr kuriosen Krimi-Klamotte mit einem Trio (oder später Quartett) von Polizeibeamtinnen, die sich zusammengeschlossen haben, um sich selbst zu beweisen. Denn im tristen Alltag werden sie von ihren männlichen Kollegen entweder belächelt oder lüstern angegafft. Die Art von Frauen-Power kam ja in Asien weit früher in Mode als bei uns im Westen, wo dieses Pflänzlein sich etwas zaghafter entwickelt hatte. Also lassen wir uns von den Ladies der EYECATCH JUNCTION mal davon überzeugen, dass Frauen sexy, smart und schlagkräftig sein können, und das auch noch auf die amüsante Art!

Inhalt:

Alles beginnt mit Kawamura (den die meisten in diesem Kontext wohl auch mit einem zugekniffenen Auge als Polizisten erkennen würden), der einen anderen Mann, der ein lustiges Outfit in einer Mischung aus Jogginganzug und Pyjama trägt, verfolgt. Am Zaun einer Autobahn-Abgrenzung kann er ihn endlich stellen und überwältigen. Doch dann tauchen Makoto und Atsuko, zwei Polizistinnen in Uniform, dort auf, um einen in ihren Augen brutalen Übergriff zu unterbinden. Als Kawamura nun in die Innentasche seines Jacketts greifen will, sehen die Mädels Gefahr in Verzung und Atsuko greift beherzt durch und schickt ihn kurzerhand ins Land der Träume. Sie lassen den Mann im merkwürdigen Outfit laufen und durchsuchen Kawamura, wobei sie einen Revolver, Handschellen und natürlich auch seine Polizeimarke finden. Zeit sich schnell aus dem Staub zu machen. Am Polizeirevier beendet der Polizeichef gerade eine Führung für eine Gruppe von Frauen (den Untertiteln nach einer russischen Delegation, aber deren Aussehen und Emblem auf der Jacke tippe ich persönlich eher auf eine chinesische). Diese entdecken dort draußen einen Container mit der Aufschrift „Polizei Labor“, was sie natürlich brennend interessiert. Hier geht Labor-Nerd Megumi ihrer Berufung nach (sie arbeitet eigentlich gar nicht bei der Polizei, wird aber als leicht verrückte Tochter des Bürgermeisters zähneknirschend geduldet) und experimentiert gerade etwas herum, was der Chef aus Versehen in die Luft jagt, als er eintritt, um sich für eine Labor-Begehung anzumelden. Sie wird später noch eine Rolle spielen, aber wir folgen erst einmal weiter den bemitleidenswerten Polizeichef ins über dem Revier gelegenen Dojo, wo er seine Mitarbeiterin Miyuki aufgenötigt hat, eine Gruppe für Tanzgymnastik ins Leben zu rufen, um die weiblichen Staatsdiener zu einer Nutzung des Fitnessraumes zu ermutigen. Das hat allerdings auch alle anderen männlichen Kollegen auf den Plan gerufen, um neugierig und halb versteckt durch das Fenster zu gaffen und untereinander aufgeregt zu tuscheln. Tatsächlich taucht nun Makoto hier auf, um sich für die Fitnessgruppe einzutragen. Auf einen verächtlichen Kommentar von Miyuki hin, reißt sie sich die Uniform vom Leib und beweist, dass sie mit einem engen Turnanzug schon mal das richtige Outfit parat hat. Miyuki tut es ihr gleich und offenbart selbst einen Turnanzug, einen noch engeren, unter ihrer Uniform, womit diese Runde an sie geht. Die Männer sind am Johlen und der Chef bekommt Nasenbluten und fällt beinahe in Ohnmacht. Nun geht es darum, auch Atsuko in die Gruppe zu holen. Die trainiert aber lieber Judo und haut dabei regelmäßig ihre männlichen Kollegen in die Pfanne. Doch ein Duell mit Makoto soll die Entscheidung bringen, Tanzgymnastik für sie oder eine Kahlrasur für ihre Freundin. Durch eine hinterhältige Kitzelattacke kann Matoko jedoch den Kampf für sich entscheiden und unser neu zusammengefundenes Trio schwört, den Männern zu beweisen, dass auch Frauen richtige Polizeiarbeit bewältigen können, obwohl sie damit offiziell nie betraut werden. Ihre geheime Task Force nennen sie Eyecatch Junction, da sie es zum Prinzip erheben, die Männer mit ihren optischen Reizen (Eyecatcher) abzulenken, um ungestört gegen das Verbrechen vorgehen zu können (wie das in der Praxis aussehen soll, wird nicht weiter erklärt, bekommen wir aber dann endlich im Finale zu sehen). Allerdings wird das Trio, ohne es zu wissen, zum Quartett, denn die technikbegeisterte Megumi verfolgt die Unterredungen der Freundinnen durch unauffällig angebrachte Wanzen (groß wie Zigarettenschachtel mit langer Antenne, etwa am Salzstreuer angebracht) und wünscht sich nichts sehnlicher, als dazuzugehören, weswegen sie fortan als geheimnisvolle Tippgeberin unter dem Pseudonym „Secret Eyecatch“ in Erscheinung tritt.

Am nächsten Tag werden Makoto und Atsuko zu einem Fall von Unterwäsche-Diebstahl gerufen (wir sind in Japan, wen wundert’s also). Die Gespräche mit der Verwalterin sind wenig erhellend, aber die Studentin Kyoko scheint ihnen etwas sagen zu wollen, traut sich dann aber doch nicht (vielsagend platziert Miike hier einige POV-Shots aus einem Fenster des Hauses auf die Unterredung hinab, die eine Gefahr für Kyoko anteasert). Am nächsten Tag kehren die Polizistinnen noch einmal zum Wohnhaus zurück, doch Kyoko ist verschwunden. Und das hat auch seinen Grund, denn die junge Studentin wurde ermordet am Straßenrand aufgefunden. Detective Kawamura untersucht mit seinem erfahrenen Kollegen, der das Opfer gleich mal unter den Rock fotografiert, den Tatort. Ihre Ermittlungen führen sie auch zum Wohnhaus, wo sie von der Verwalterin erfahren, dass auch Makoto und Atsuko schon zweimal hier waren. Außerdem erzählt die gute Frau (die Haarnetz und Brille trägt) ihnen von dem Diebstahl ihrer Luxus-Unterwäsche, worauf Kawamuras Kollege sie plötzlich fotografiert, ihr das Polaroid in die Hand drückt und empfiehlt, nächstes Mal das Foto mit der Wäsche aufzuhängen. Als die Beamten gerade gegangen sind, erkennt die Verwalterin auf dem sich schnell entwickelnden Foto ihr wirklich unvorteilhaft getroffenes Antlitz, schreit und zuckt zusammen (was Miike darauf noch zweimal wiederholt; er muss den Gag gemocht haben und auch ich habe lauthals gelacht). Am Abend observieren die Polizisten das Haus, bis Kyokos Nachbarin (ihren Namen konnte ich leider nicht ausfindig machen) das Haus verlässt und sich mit dem Yakuza Gujo trifft. Wir erfahren, dass dieser Kyoko ermordet hat, was die Nachbarin nicht wirklich gut fand. Es folgt eine sehr schräge Fetischsexszene, in der der in enge Latexhosen gekleidete Pimp die nackte, sich unter einer Latexdecke räkelnde Frau betatscht, schließlich das Latex mit einem Messer durchtrennt, ihr mit der Klinge über die Brustwarzen streichelt und sie dann vögelt. Am nächsten Tag bekommt Eyecatch Junction eine Nachricht von Secret Eyecatch und verfolgt darauf die Nachbarin, eigentlich eine Kommilitonin von Kyoko, die wie diese auch als Prostituierte arbeitet. Es kommt, wie es kommen muss: Makoto und Atsuko schleusen sich bei den Prostituierten ein, werden fast von Kawamura enttarnt und ziehen, nachdem eine weitere Studentin ihr Leben lassen musste, mit Secret Eyecatch als Verstärkung gegen die Yakuza in den Kampf. Sie stellen sie in einem Parkhaus, gekleidet in ihre engen Turnanzüge, und können, bewaffnet mit Sportgeräten, alle der linken Vögel außer Gefecht setzen. Nur Boss Gujo zieht dann eine Knarre und bedroht Makoto, Atsuko und Miyuki. Doch dann betritt Megumi die Bühne, rollt sich geknebelt und gefesselt in den Mittelpunkt, was den sofortamente erregten Gujo ablenkt und den anderen die Möglichkeit gibt, ihn auch auszuknocken. Als im Hintergrund die Polizeisirenen ertönen, verlässt Eyecatch Junction den Ort des Geschehens und das Abenteuer ist überstanden. Zeit für den Abspann, in dem die Darsteller und Darstellerinnen in Uniform freudig abtanzen dürfen und auch der Gag mit der Verwalterin noch einmal wiederholt wird. Ende.

Besprechung:

Puh, hingegen zum letztwöchig besprochenen LADY HUNTER war der vorliegende EYECATCH JUNCTION schon mehr ein Film, wie man ihn sich von Takashi Miike erwarten oder eher erhoffen würde. An sich eine fast noch gewöhnliche Krimi-Komödie wechselt der Humor hier gerne und unvorbereitet zwischen klamaukig und bizarr. Auch der hierin verarbeitete Fall von Prostitution und Mord mag für ein westliches Verständnis gar nicht zu der eher lockeren Herangehensweise passen, zu düster, zu nah an der Realität scheint er verortet, aber damit haben die Asiaten von jeher weniger Berührungsängste. Das steigert aber noch das Potenzial der absonderlicheren Einfälle Miikes (etwa die Tatortbegehungen oder die eingeschobene Sexszene, die einen vollkommen überrumpelt), ihre verstörende Wirkung zu entfalten. In ihrer Entwicklung bietet die als Komödie dargebrachte Underdog-Story nun nichts, was nicht vorher schon zigmal erzählt worden wäre. Die Mädels werden von ihren männlichen Kollegen nicht für voll genommen, dürfen nicht an „richtiger“ Polizeiarbeit (also die harten Sachen des Alltags) teilhaben. Also schließen sie sich zusammen, um es vor allem sich selbst zu beweisen, ihr Ego zu polieren. Schön ist hierbei auch die Szene, wenn sie von dem Mord an Kyoko erfahren und sich freuen, endlich an einem echten Mord ermitteln zu können. Das ist so kindlich naiv und eigentlich schon süß, dass man beinahe vergisst, wie unangebracht ihre Freude doch eigentlich ist. Sowieso werden die vier jungen Frauen, vor allem Megumi, als ein wenig unangepasst, etwas eigensinnig und auch abgedreht gezeichnet. Dagegen erscheinen die Männer wie arrogante, manchmal vertrottelte und auch perverse Zeitgenossen, abgesehen von Kawamura, den das Verhalten seines Partners zuwider ist und sich den Mädels, trotz des unerfreulichen Zusammentreffens zu Beginn, solidarisch gegenüber zeigt. Miike hat sichtlich Spaß daran, hier verschiedene Tropen aufzugreifen, zu dekonstruieren und auch ad absurdum zu führen. Kaum eins der bemühten Klischees bleibt davon unberührt. In einem Review zu diesem Film auf dem (leider seit inzwischen 6 Jahren schon eingestellten) Blog Mondo Exploito stellte Dave Jackson fest, dass „Eyecatch Junction is in no way empowering to women“, und zwar, weil das Quartett im Finale des Films eben in Turnanzügen gegen die Yakuza antrete. Dem mag ich selbst so nicht zustimmen, denn als Komödie ist die Überzeichnung von Situationen ein legitimes Stilmittel zur Unterhaltung, wohingegen es in diesem Zusammenhang die zugrunde liegende Botschaft, an sich selbst zu glauben und über sich hinauszuwachsen, kaum geschmälert wird. Unser Heldinnen haben den Yakuza selbst aufgespürt, haben sich undercover und unter vollem Körpereinsatz (ihr erster Job, zu zweit einen Stadtrat eine S/M-Behandlung angedeihen zu lassen, erforderte ja zum Glück keinen Koitus, denn diese Erniedrigung hätte die Aussage des Films sicherlich dann doch torpediert) in die Gruppe von sich prostituierenden Studentinnen eingeschleust und schlussendlich die bösen Jungs mit denen zu ihrer Verfügung stehenden Mitteln dingfest gemacht. Um die polizeilich Ermittlung am Ende auf Gujo zu lenken, haben sie die Wäsche der Verwalterin (inkl. dem Foto) bei ihm hinterlassen (naja, falsche Beweise sind auch nicht die feine englische Art, aber hier lassen wir mal großmütig das Prinzip „der Zweck heiligt die Mittel“ gelten), die sie zuvor dem komischen, in einer Mischung aus Jogginganzug und Pyjama gekleideten Typen abgenommen haben, der sich als Wäschedieb entpuppte. Deswegen den Feminismus gleich als herausgestrichen sehen zu wollen, halte ich dann doch für ein wenig snobistisch. Wieso kann es denn nicht gleichzeitig um Spaß UND Feminismus gehen?

Wie auch schon bei LADY HUNTER präsentiert sich Takashi Miike als Regisseur von EYECATCH JUNCTION mehr als solide und viel routinierter, als man es eigentlich annehmen sollte. Optisch sieht der Film gut aus, er ist abwechslungsreich fotografiert und montiert. Es wird mehr geredet, als man es von Miike gemeinhin gewohnt ist, das Skript exerziert ausschweifend das von ihm später verpönte Exposition through Dialogue (wahrscheinlich hatte er schlicht noch nicht so viel Einfluss auf das Drehbuch), dafür erzählt er die Geschichte sehr kompakt, legt damit ein flottes Tempo an den Tag. Ausufernde Gewaltausbrüche darf man hier nicht erwarten, über die gesamte Zeit gebiert sich der Film ausgesprochen unblutig, während die Sexszene da schon eher aus dem Rahmen fällt, auch in ihrer Ausspielung ein gewisses Schockpotenzial birgt. Ein nicht zu unterschätzender Stimmungsfaktor findet sich in der Musik des Films, die größtenteils aus billiger wie poppiger Synthiemukke besteht (nur für die Ermittlungsszenen von Kawamura und seinem Partner ertönt ein schwermütiges Klavierstück, das ein wenig kontrastierende Ernsthaftigkeit vermitteln soll), die auch gerne mal einige dieser typischen Effekte-Samples benutzt, wie man sie aus Videospielen und Cartoons dieser Periode kennt, und damit auch perfekt die Unbekümmertheit der ausgehenden 80er und frühen 90er widerspiegelt. Für sich genommen klingt es ziemlich schrecklich, im Zusammenspiel mit der Handlung aber absolut passend. Auch der Cast zieht dazu angemessen vom Leder und ist mit viel Spaß bei der Sache. Gerade unser Polizistinnen-Trio aus der zierlichen Hiroko Nakajima (Makoto), der schroffen Aiko Asano (Atsuko) und der selbstbewussten Minako Fujimoto (Miyuki) kann mit gutem Timing für die Gags glänzen. Risa Tachibana ist als abgedrehte Megumi vielleicht sogar schon etwas zu sehr drüber. Bû Takagi gibt als Polizeichef den überzogen sexuell unsicheren Tollpatsch, wie er typisch für diese Art Film ist. Daisuke Nagakura mimt den wohl normalsten Charakter des Films geben. Dagegen zeichnet Jirô Miyaguchi als Gujo die perverse Karikatur eines Yakuzabosses, wie sie später bei Miike noch öfters zu sehen sein sollten. Sicherlich lag das Budget für EYECATCH JUNCTION im für einen fürs V-Cinema durchaus üblichen Bereich, aber durch seine gute Inszenierung und der Spielfreude hebt er sich dann doch aus dem Gros ähnlicher Produktionen hinaus.

Fassung:

Wie man sich schon denken kann, wurde auch dieser frühe Film von Takashi Miike nur in Japan und auf VHS veröffentlicht. EYECATCH JUNCTION lässt sich aber auch auf YouTube entdecken, augenscheinlich von eben dieser VHS gezogen und mit (mal wieder unvollständigen) Untertiteln versehen. Die Qualität bewegt sich dann auch kaum verwunderlich auf dem Niveau einer mittleren Kopie, man kann sie aber noch recht gut anschauen. Wie immer gilt, für irgendwo in den Weiten des Web angebotene Bootleg-Releases kann ich meine Hand nicht ins Feuer legen (sie werden sicherlich aber kaum bessere Qualität haben als der Upload in der Tube, also wozu das Ganze?) und eine offizielle DVD ist begrüßenswert, aber sehr, sehr unwahrscheinlich.

Fazit:

Ich muss zugeben, dass ich eine gute Portion Spaß mit EYECATCH JUNCTION hatte. Er ist schon sehr klamaukig unterwegs, droht aber nur selten, ins lächerlich-hysterische abzudriften. Die Mädels kommen genauso chaotisch wie sympathisch rüber, man gönnt ihnen ihren Erfolg, in dessen Sonne sie aber ihren männlichen Kollegen gegenüber letztlich nicht aufblühen dürfen – der Nachteil des geheimen Supergymnastinnen-Daseins. Wer sich auf solcherlei Klamotten auf Asia-Niveau einzulassen vermag, der findet hier einen Vertreter ohne ekligen Fäkalhumor und fragwürdiger Weltanschauungen, wie sie ansonsten hier leider auch oftmals vertreten sind. EYECATCH JUNCTION ist letztlich ein relativ harmloser Spaß für mehrheitlich erwachsene Zuschauer, für Hardcore-Miike-Fans sowieso ein Muss. Wer aber nur die hinlänglich verbreiteten Werke des Meisters kennt und schätzt, könnte sich hier, wie schon bei LADY HUNTER, vielleicht etwas schwer tun. Miike stellt sich schon mal als solider Handwerker unter Beweis, offenbart damit Ambitionen, auch dementsprechend bessere Filme zu produzieren, ist aber von seiner Höchstform (die wohl auch stark von seinen jeweiligen Freiheiten bei Vorproduktion und Dreh abhängig war) noch weit entfernt. Ottonormalverbraucher mögen von meiner Wertung wieder einmal einen Punkt abziehen.


BOMBEN-Skala: 4

BIER-Skala: 6


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