The Strange Door


  • Original-Titel: The Strange Door
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  • Regie: Joseph Pevney
  • Land: USA
  • Jahr: 1951
  • Darsteller:

    Charles Laughton, Boris Karloff, Sally Forrest, Richard Wyler


Vorwort:

Fronkreisch im 18. Jahrhundert, prevolution. Der junge Edelmann Denis, seines Zeichens enterbter Tunichtgut, Hallodri und Spieler, wird in eine Kneipenschlägerei verwickelt und schießt dabei scheinbar einen seiner Kontrahenten tot. Auf der Flucht vor einem wütenden Mob steigt er in eine Mietdroschke, die ihn stantepete zum Sire de Maletroit bringt, einem eher unsympathischen Gesellen, der ihn unbedingt mit seiner Nichte verheiraten will. Auf Zwangsehe hat Denis wenig Bock, zumal er davon ausgeht, dass seine Zukünftige eine ganz besonders abgerissener Besen sein muss, wenn sie sonst keinen Kerl findet, aber der Sire weist darauf hin, dass nur er Denis Schutz vor den lästigen Nachstellungen des Gesetzes bieten kann. Die Braut-to-be erweist sich bei einem heimliche nächtlichen Besuch als überraschend hübsch und genauso unwillig, den nächstbesten Fremden zu ehelichen. Das Paar ist sich einig - was hier vorgeht, ist rätselhaft, aber es ist mit ziemlicher Sicherheit nichts gutes.

So ist es, denn der Sire hat amtlich einen anner Waffel - seit 20 Jahren hält er seinen Bruder im Verlies gefangen, weil der die Frechheit besass, die Frau (Blanches Mama) zu heiraten, die der dicke Sire inniglich liebte. Edmund de Maletroit hat in der Kerkerhaft den Verstand verloren und weil es dem Sire irgendwie nicht so viel Spaß macht, einen Verrückten umzubringen, soll Blanche nun Opfer seiner Rache werden; sein bizarrer Plan ist es, die unschuldige Blanche durch die Ehe mit einem kriminellen Subjekt zu korrumpieren (der hat zu viel de Sade gelesen...). Doch der Sire hat mit zweierlei Dingen nicht gerettet - Blanche und Denis vertragen sich schnell gut genug, um gemeinsame Fluchtpläne zu schmieden, und Edmund spielt seinem Bruder den lallenden Schwachkopf nur vor - in Wahrheit ist er geistig gut beinander und hat mit Kerkermeister Voltan auch einen loyalen Verbündeten...

Inhalt:

Düsteres Rachedrama, das ohne übernatürliche Elemente auskommt, und dabei sehr gut funktioniert. Charles Laughton als ekliger fetter Sire ist eine Schau - das ist Overacting vom Feinsten. Karloff findet sich in der prägnanten Nebenrolle des Voltan wieder und hat einige feine Szenen im Zusammenhang mit seiner Loyalität gegenüber Edmund und Blanche respektive. Von Edmund hat er die Aufgabe, die Hochzeit mit allen Mitteln (i.e. einer scharfen Klinge zwischen Denis' Rippen) zu verhindern, aber Denis betrachtet ihn als Allierten und dass Denis Blanche helfen will, kapiert auch Voltan. Zudem gibt's schicke Sets, exzellente s/w-Fotografie und ein wirklich spannendes Finale. Der's richtig gut!

4/5
(c) 2016 Dr. Acula


mm
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