Sinister Hands


  • Original-Titel: Sinister Hands
  •  
  • Regie: Armand Schaefer
  • Land: USA
  • Jahr: 1932
  • Darsteller:

    Jack Mulhall, Phyllis Barrington, Crauford Kent, Mischa Auer


Vorwort:

Wieder mal ein kleines B-Murder-Mystery aus der Armenhausküche Hollywoods.

Millionär Lang hat alle Sorten von Ärger - seine Tochter will einen stadtbekannten Gangster und Killer namens Nick heiraten, sein Nachbar und Millionärskollege glaubt, er wolle dessen Tochter verführen, sein Butler ist ein Ex-Knacki, und sein trautes Eheweib verjuxt beträchtliche Geldbeträge mit einem offenkundig schwindelnden Swami - weswegen er auch droht, ihr den Geldhahn zuzudrehen, es sei denn, der Swami liefert einen überzeugenden Beweis seiner spiritistischen Fähigkeiten. Gesagt, getan - eine Séance wird organisiert und kaum hat Lang im abgedunkelten Raum seine Frage an den Mystiker gestellt, hat er auch schon ein Messer im Rücken. Richter McLeod, alter Freund des frisch Verstorbenen, ruft die Polizei in Form von Captain Devlin und seinem bumblin' sidekick "Don't call me Watson" Watkins. Natürlich favorisieren die Bullen zunächst mal die bekannten Kriminellen Nick und den Butler, aber zumindest letzterer disqualifiziert sich endgültig dadurch, das nächste Opfer des Messerkillers zu sein...

Inhalt:

Kollege Dave Sindelar meint, dass "Sinister Hands" ein extrem reduziertes Mystery ist - Charakterisierungen reichen gerade eben soweit, um ein mögliches Motiv erkennen zu lassen, ansonsten bleiben die Figuren Chiffren. Das ist natürlich auch der knappen Laufzeit (mal wieder leicht über 60 Minuten) geschuldet, der Film hat keine Zeit zu verlieren (wobei er sich für einen Film dieses Genres aber auch wieder eine recht ausführliche Auftaktphase gönnt, die er aber braucht, um die Vielzahl von Figuren und Verdächtigen vorzustellen). Darstellerisch ist das bis auf Mischa Auer als falschem Swami nicht weiter der Rede wert, aber es rollt recht flott dahin. Die Auflösung sollte niemanden überraschen, der mehr als zwei Agatha-Christie-Krimis gesehen oder gelesen hat. Wirklich überraschend ist die im ersten Akt gezeigte Bademode - womit sich beide Geschlechter in den frühen 30ern in den Pool getraut haben, lässt jede Burkini-Diskussion im Keim ersticken...

3/5
(c) 2016 Dr. Acula


mm
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