Reflections


  • Deutscher Titel: Reflections
  • Original-Titel: Reflections
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  • Regie: Bryan Goeres
  • Land: Spanien
  • Jahr: 2008
  • Darsteller:

    Timothy Hutton (Tom Brindle), Miguel Angel Silvestre (Marco Sorel/Roberto Luna), Fernando Guillen Cuervo (Alvarez), Tania Sarrias (Elena), Ivana Mino (Paz), Dominik Garcia-Lorido (Kate), Brendan Price (Price), Anna Lluch (Dr. Molina), Pep Torrents (Martin)


Vorwort:

Gerade noch hat Europol-Agent Tom einem von ihm dingfest gemachten Serienkiller in Weißrussland die letzte Aufwartung vor der Hinrichtung gemacht, da rufen dringende Amtsgeschäfte ihn an die französische Riviera. Auch dort treibt sich ein Serienmörder rum, von der Presse „Pygmalion“ getauft, mit der lustigen Eigenschaft, seine weiblichen Opfer langsam ausbluten zu lassen und, nach dem programmgemäßen Dahinscheiden, in roten Kleidern attraktiv und gut durch Fenster sichtbar zu drapieren. Am jüngsten Tatort finden sich massenweise DNA-Spuren – nach Abgleich mit diversen Datenbanken trifft das große Los den spanischen Soldaten Marco. Der ist allerdings, wie es der unsterbliche Claudio Cassinelli ausdrücken würde, allenfalls ein Arschloch und kein Mörder. Außerdem hat er ein bombensicheres Alibi: zum Zeitpunkt des letzten Mordes saß er in einer Militär-Arrestzelle, weil er seinen Vorgesetzten verprügelte. Doch wie kommt dann seine DNA an den Tatort? Dafür gibt es eine überraschende Erklärung – Marco war ein Retortenbaby, und dabei das zweite, der aus dem Embryonalmaterial herausgekitzelt wurde. Im Klartext – Marco hat einen zehn Jahre älteren Zwillingsbruder, und der dürfte dann der Mörder sein. Tom versucht den Umstand zu nutzen – er will mit Marco diverse physische und psychologische Tests durchführen, um daraus ein Täterprofil des älteren Zwillings zu erstellen; seine Ex-Flamme Elena, ehedem in Europol-Diensten, aber aufgrund der psychischen Belastung freiwillig ausgestiegen, soll dabei helfen. Marco, der sich in Armeediensten schon längst nicht mehr wohl fühlt, winkt als Belohnung für die Mitwirkung die ehrenhafte Entlassung. Auch wenn Elena in Marcos Seele so manche Untiefe auslotet und er selbst befürchtet, die mörderische Veranlassung seines Bruders genetisch mitbekommen zu haben, scheint das Vorhaben Früchte zu tragen. Marco entdeckt seinen Bruder in der Gaffermenge an einem neuen Tatort und verfolgt ihn; der Killer schickt sich an, ihn zu töten, Tom kann in letzter Sekunde eingreifen, verfällt aber angesichts der offensichtlich bestehenden „Verbindung“ zwischen den Brüdern auf einen riskanten Plan – in der Annahme, der mörderische Bruder würde eine ebensolche Neugier auf seinen Zwilling verspüren, soll Marco den Lockvogel spielen. Das könnte besser klappen, als Tom es sich in seinen kühnsten Träumen vorgestellt hat, denn Roberto, der zwischenzeitlich namentlich identifizierte Bruder, fackelt als kleine Warnung die Leiterin der Retortenbaby-Klinik, die Tom die ersten wichtigen Hinweise geliefert hatte, ab...

Inhalt:

Man sollte es eigentlich nicht zugeben – BluRay und Best Entertainment, das sind irgendwo Gegensätze, deren Anziehungskraft man nicht auch noch durch Kauf unterstützen sollte. Aber der Doc ist bekanntlich der Mann ohne Rückgrat ™ und abgesehen davon fand sich „Reflections“ als „upper bill“ eines BR-Double Features, dessen zweiter Bestandteil der von mir heftig antizipierte Asylum-/Faith Films-produzierte christliche Aufklärungsfilm „Countdown: Jerusalem“ ist (Review in bäldigster Bälde). Und da setzt bei mir dann halt jegliche Logik aus...

Wobei „Reflections“ durchaus Gründe für den Erwerb anführen kann, die über „ist halt auf einer Zwei-Film-BluRay, von der ich den EINEN Film unbedingt haben will, zwangsläufig mit drauf“ hinausgehen. Regie führt Bryan Goeres, der mich vor einigen Jahren mit dem enorm rockenden B-Film Phase IV (nicht zu verwechseln mit dem apokalyptischen 70er-Ameisenhorror von Saul Bass) beeindruckte und begeisterte, und das Script stammt von Jay Beattie, immerhin Schreiberling und Produzent der erfolgreichen TV-Krimireihen „Cold Case“ und „Criminal Minds“. Und, ach ja, Timothy Hutton („Stark“, „Die Aushilfe“, „Wehrlos – Die Tochter des Generals“), gewiss kein schlechter Akteur, allerdings mit einigen seltsamen Karriere-Ups- und -Downs, spielt die Hauptrolle...

„Reflections“ ist also – trotz der starken kreativen Beteiligung aus Hollywood – der spanische Versuch, dem nicht mehr so ganz originellen Serienkillersubgenre einen weiteren europäischen Vertreter hinzuzufügen. Beattie bemüht sich, dem ausgetretenen Sujet ein paar frische Akzente abzugewinnen, braucht dafür ein für meine Begriffe aber ziemlich abgehobenes Gimmick. Nicht, dass der Gedanke identischer Zwillinge, die mal eben durch schlappe zehn Jahre Altersunterschied getrennt werden, keine dramaturgischen Möglichkeiten mit sich bringt, allerdings halte ich es – ohne allerdings von humaner Genetik und dem Forschungsstand auf dem Gebiet der Embryonalforschung tiefschürfende Ahnung zu haben – für ein wenig unglaubhaft (ich weiß, das ist peinlich für jemanden, der aus der Stadt stammt, in der das erste Retortenbaby zur Welt gebracht wurde). Embryonalzellen zu „teilen“ und für spätere Wiederverwendung tiefzugefrieren, scheint mir beim heutigen technologischen Stand kein Mysterium zu sein, das Script postuliert jedoch, dass dieses medizinische know-how bereits 1973 (!) existiert habe (und damals auch nicht SO außergewöhnlich gewesen zu sein, dass es vielleicht größere Publicity-Wellen geschlagen hätte). Klingt mir doch nach ein wenig retroaktiver Science fiction... aber sei's drum, wir behaupten an dieser Stelle ja immer wieder, dass wir uns grundsätzlich mit beinahe jeder abstrusen Idee anfreunden können, sofern der resultierende Film hierauf schlüssig aufbaut. „Reflections“ tut dies weitestgehend, auch wenn ich mit der implizierten Moral von der Geschicht' so meine liebe Müh und Not habe (was allerdings nur nach einer SPOILER-Warnung auszudiskutieren ist). Die zentrale Krux des Streifens ist die Frage, ob und inwieweit gewisse Verhaltensmuster genetisch bedingt sind oder durch äußere Umstände beeinflusst werden. Das ist fraglos ein aktuelles Thema, umgerechnet auf die natürlich speziell in den USA ständig schwelende Schwulen-Debatte (vulgo eben der Aspekt, ob die sexuelle Disposition genetisch vorprogrammiert ist oder eben eine Willensfrage ist; persönlich neige ich der Ansicht zu, dass das vollkommen egal ist. Wer das gleiche Geschlecht liebt, soll das eben tun, ob daraus begründet, dass in seinem Gen-Code etwas anders verdrahtet ist als bei der Majorität der Spezies oder weil er's aus welchen anderen Gründen auch immer nun mal eben bevorzugt, ist doch völlig Salami – zumal Homophobe sich aus beiden Möglichkeiten die passende Argumentationslinie zurechtzimmern könnte; im ersten Fall könnten sie Homosexualität weiterhin als „Krankheit“ und deswegen als „unnormal“ klassifizieren, im zweiten Fall, wenn's also eine Frage der „freien Entscheidung“ ist, kann man die Schwulen und Lesben ja wohl auf den Rechten Weg ™ umerziehen. Beides, denke ich, kann man wohl weitgehend unwidersprochen als völlig unakzeptabel ansehen. Abschweifung Ende). Okay, hier geht’s nicht um Schwulitäten, sondern um Agression und eben die Frage, ob Zwillinge, die getrennt voneinander aufwachsen, aufgrund genetischer Prädisposition ähnliche oder gleiche Charakterzüge aufweisen. Wie der Film selbst in Person von Psychologin Elena doziert, ist es weitgehend unumstritten, dass eineiige Zwillinge, die voneinander getrennt wurden, zu ähnlichen Verhaltensmustern neigen können. Ich habe mich mit der Materie nicht so eingehend befasst, um den aktuellen Stand der Forschung kommentieren oder wenigstens zusammenfassen zu können, ich halte jedoch den Sch luss, den „Reflections“ zieht, also dass es eine genetisch bestimmte Zwangsläufigkeit zu gleichartigem, in diesem Falle also gewalttätigen Verhalten, gibt, für gewagt (zumal das Script konstruiert, dass beide Zwillinge eine insgesamt eher unerfreuliche Kindheit hatten – ja, das gute alte Kindheitstrauma muss als Killer-Motivation mal wieder herhalten -, man also durchaus auch auf den Gedanken kommen könnte, dass eben nicht die Gene, sondern die Umstände zur andeutungsweise parallelen Charakterentwicklung führten).

Aber lassen wir von mir höchstwahrscheinlich falsch verstandene oder zumindest falsch interpretierte Küchenpsychologie mal außen vor – innerhalb des Films „Reflections“ funktioniert die These recht gut und in sich konsistent (vielleicht sogar zu konsistent, denn den entscheidenden plot point, der das obligatorische Twistende vorbereitet, kann man sich auch als nur mittelschwer vorbelasteter Zuschauer schnell zusammenreimen, was nur dazu führt, dass der erfahrene Kriminale Tom, der davon förmlich geplättet wird, recht dämlich aussieht...).

„Reflections“ interessiert sich weniger für spekulative Action- und/oder Gewaltexzesse als für die psychologsiche Seite (trotz der FSK-16-Freigabe hält sich der Streifen mit on-screen-Ruppigkeiten weitgehend zurück) und geht dabei, ungeachtet meiner erwähnten grundsätzlichen Einendungen, recht behutsam vor, soweit es die Figur des Marco Sorel angeht (sein Bruder, der Killer, ist dagegen ein ausgesprochen eindimensional, aber für ihn interessiert sich das Script auch nicht sonderlich), und vergisst freilich auch nicht, seinen Protagonisten, den Ermittler, mit eigenen seelischen Belastungen aus der Vergangenheit und einer solide dysfunktionalen Beziehung zur Psychologin Elena auszustatten. Der kriminalistische Thrilleraspekt wird bei all den psychologischen Problenen der Charaktere allerdings manchmal stark in den Hintergrund geschoben, was zur Folge hat, dass die „Ermittlungsarbeit“ gelegentlich arg sprunghaft anmutet und nicht immer nachvollziehbar ist (wird aber dadurch ausgeglichen, dass manche Dinge so offen auf der Hand liegen und von den Charakteren nicht erkannt werden, dass sich ein gewisses wohliges mentales Überlegenheitsgefühl beim Zuschauer einstellt). Großartige Sympathieträger sucht man übrigens vergeblich, aber der Serienkillerfilm ist (neben z.B. dem Italo-Western) eines dieser Subgenres, das auch mal ohne direkte Identifikationsfiguren auskommen kann; „Reflections“ fährt weitgehend gut mit dem Rezept, auf einen klar definierten „Helden“ zu verzichten, sondern beiden Haupt-Protagonisten (Marco und Tom), positive und (überwiegend) negative Charakterzüge zu verleihen. Diese insgesamt eher nihilistische Einstellung bildet einen reizvollen Kontrast zu dem genreunüblich vergleichsweise hellen und bunten, jedenfalls ganz und gar nicht „düsteren“ optischen Erscheinungsbild des Films.

… das sich im Übrigen, angesichts der „Criminal Minds“-/“Cold Case“-Verbindung nicht so wahnsinnig überraschend, sehr an zeitgemäßem Krimi-/Action-TV orientiert (da auch zwei spanische Fernsehanstalten mitproduziert haben, wurde offensichtlich gezielt auf einen fernsehkompatiblen Look hin gearbeitet), ganz besonders stand offensichtlich „CSI: Miami“ Pate, das (im Vergleich zu seiner Las-Vegas-Schwesterserie) ja ebenfalls einen sehr hellen Tageslicht-Look pflegt. Wenn Timothy Hutton im Yachthafen von Barcelona, von schicken Segelbooten umzingelt, hysterische Handy-Telefonate führt, ist der geistige Sprung zu David Caruso in Florida nicht weit. Auch die Tendenz, als establishing shots werbeprospektartige (dabei aber exzellent fotografierte) aerial views einzusetzen, erinnert stark an das TV-Vorbild. Nicht orientiert hat man sich – herzlichen Dank dafür – an der hektischen Erzählweise, dem Stakkato-Schnitt und den anderweitigen visuellen Mätzchen, für die speziell „Miami“ bekannt ist. „Reflections“ Tempo bewegt sich im mittleren Bereich, ist in seinen wenigen Actionszenen zupackend genug. Goeres, der mit „Phase IV“ bewies, aus beschränkten finanziellen Mitteln das Maximum an BANG herauszuholen, scheint hier Wert darauf gelegt zu haben, sich nicht als B-Action-Regisseur abstempeln zu lassen, sondern sich auch für weniger oberflächliche Genres zu qualifizieren. Gelingt ihm recht gut, auch wenn er aus dem, hüstel, „exotischen“ Schauplatz wenig Nutzen zieht. Ich bin, zugegebenermaßen, ein Fan von Barcelona (weswegen ich z.B. auch unheimlich auf den Beckinsale-Thriller „Geheimnisse“ abfahre), einer Stadt, deren Architektur filmisch ungeheuer ergiebig sein kann, aber Goeres nutzt sie nicht mal wirklich als Backdrop (außer eben für die imposanten aerials). Da hätte ich mir etwas mehr versprochen.

Rein handwerklich allerdings macht Goeres praktisch alles richtig – möglicherweise etwas sehr konventionell (und sichtlich darauf angelegt, fernsehtauglich zu bleiben), aber fehlerfrei. Solide Auftragsarbeit, würde ich sagen, was auch auf Kameramann Jacques Haitkins Arbeit zutrifft (immerhin der Mann, der „Galaxy of Terrors“, die ersten beiden „Nightmare“-Filme, „The Hidden“ oder „Shocker“ fotografierte, und auch gerne für Larry Cohen, Brian Yuzna oder Tony Randel tätig war).

Der Score von Sean Murray („Buffy“, „Phase IV“) ist unauffällig und (zum Glück) keine dieser plärrenden TA-DAAAA-cue-Orgien.

Effekttechnisch wird, wie schon angesprochen, Zurückhaltung geübt. Des Killers Mordmethode ist zwar recht perfide, lässt sich aber durch ein wenig Kunstblutgeschmiere repräsentieren, ohne in die Splatter-Vollen gehen zu müssen. Ein paar CGI-Flammen-Effekte bewegen sich knapp über End-90er-Full-Moon-Niveau (und das ist definitiv * kein * Kompliment).

Zum Ensemble: Timothy Hutton ist, wie gesagt, ein Spezialfall. Er ist einer, der's KANN, aber nicht immer abruft, speziell, wenn er sich in Filmen verdingt, die er möglicherweise als unter seinem Niveau angesiedelt beurteilt. Hier ist's irgendwie ein Zwischending – in seinen besten Momenten ist er überzeugend, in anderen Szenen geht er sichtlich „through the motions“ und legt nicht alles schauspielerisches Herzblut in die Waagschale. Miguel Angel Silvestre, ehemaliger Tennisprofi und derzeitiger TV-Star in Spanien, macht sich als Marco ziemlich gut und bringt seinen character arc überraschend gut auf den Punkt. In seiner Roberto-Inkarnation muss er nicht mehr als das klassische bekloppte Mamabuwerl-Killerschwein spielen und tut dies akzeptabel. Fernado Guillen Cuervo („1492: Die Eroberung des Paradieses“, „Ein Quantum Trost“) hat als Huttons Sidekick nicht sonderlich viel zu tun, Mit Tania Sarrias (die in einer spanischen Fernsehkomödie kurioserweise mal Kylie Minogue gespielt hat und dort auch „Can't Get You Out Of My Head“ zum Besten gab) werde ich irgendwie nicht warm – weiß nicht genau, was mich an ihrer Performance stört, aber * etwas * ist da...

Bildqualität: Chapeau – Best Entertainment hat eine BluRay hingezaubert, die nach passabler DVD aussieht; für ein Label, dessen DVDs normalerweise nicht mal VHS-Niveau erreichen, ist das ja schon praktisch ein Ritterschlag. Selbstredend reizt der ca. 1.85:1-Widescreen-Transfer die Möglichkeiten des Trägermediums nicht aus – wäre es eine DVD, würde ich laut jubilierend durch die Straßen ziehen und Best preisen, bei BluRay lautet das Urteil dann eben „geht so“ - ein bissl grobkörnig, solide Schärfe, aber bei längeren Kameraschwenks gerne etwas rucklig.

Tonqualität: Deutscher und englischer Ton wird in Dolby 5.1 geboten. Da aufgrund der hauptsächlich spanischen Darsteller auch die englische Fassung wohl eine Synchro sein dürfte, blieb ich gleich bei der deutschen Fassung. Diese ist von guter Sprachqualität (die Synchro an sich ist auch akzeptabel) und weist eine solide Abmischung auf.

Extras: Keine (dafür gibt’s aber eben 'nen zweiten Film).

Fazit: Solider Serienkillerthrill aus Spanien, der das Genre nicht neu erfindet, aber über seine Laufzeit gut bei der Stange hält, soweit man sich mit einem vergleichsweise realistischen, unspekulativen und nicht wirklich „harten“ Ansatz anfreunden kann. Goeres erledigt als Regisseur einen konventionellen, aber tauglichen Job, das Script ist zumindest in sich schlüssig und die Auflösung stimmig, die darstellerischen Leistungen nicht überwältigend, aber zumindest überwiegend zufriedenstellend. Insgesamt ein Film, der im Abendprogramm eines Privatsenders sicherlich besser aufgehoben wäre denn als BluRay-Premiere, aber wer von dem Genre immer noch nicht die Nase voll hat, wird gut bedient.

3/5
(c) 2010 Dr. Acula


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