Pleasure of Flesh


  • Deutscher Titel: Pleasure of Flesh
  • Original-Titel: Inner Sanctum II
  •  
  • Regie: Fred Olen Ray
  • Land: USA
  • Jahr: 1994
  • Darsteller:

    Bill Reed (Michael Nouri)
    Jennifer Reed (Tracy Brooks Swope)
    Sharon Reed (Sandahl Bergman)
    Dr ( Lamont (David Warner)
    Anna Rawlins (Margaux Hemingway)
    Jane (Jennifer Ciesar)
    Mark Taylor (John Coleman)
    Maureen (Suzanne Ager)
    Detective Lane (Joe Estevez)
    Detective Hooper (James Booth)
    Officer Stone (Fred Olen Ray)
    Detective Stanton (Peter Spellos)
    Hotelmanager (John Blyth Barrymore)
    Sanitäter (Richard Gabai)
    Steve Warren (Robert Quarry)


Vorwort:

Wir hatten doch schon seit eeeewigen Zeiten keinen Fred-Olen-Ray-Film mehr, oder? Okay, eigentlich wollte ich auch nicht schon wieder einen besprechen, liegt der letzte doch noch nicht so lang zurück, aber manchmal spielt die höhere Gewalt mit. Als ich mich gestern daran machen wollte, das Cold_Harvest-Review fertig zu machen, kreuzte Besuch auf, nicht ganz unerwartet, eigentlich sogar verabredet, ein guter Kumpel und Zechgenosse. Der kann nun normalerweise mit Trashfilmen nix anfangen (obwohl ich ihm neulich Staplerfahrer_Klaus zwangsvorführte, er fand´s lustig) und deswegen hatte ich auch kein anderes Programm geplant als ´ne Pizza in den Ofen schieben, ein-zwei Bier verhaften und ´ne Runde Würfeln. Nur lag auf dem Wohnzimmertisch noch der Ungesehene-DVD-Stapel und ziemlich oben auf diese heute zu besprechende Disc. Offensichtlich ist das Cover wohl ganz ansprechend, denn es wurde von mir ultimativ sofortige Filmvorführung beansprucht – was will man da machen (gut, ich hätte verraten können, was für ´ne Sorte Regisseur Fred Olen Ray ist, aber jeder muss seine eigenen, unbelasteten Erfahrungen machen)?

Inner Sanctum II ist, wie man dem Titel unschwer entnehmen kann, ein Sequel und stammt wie schon der in Deutschland meines Wissens nie erschienene (was den Release des zweiten Teils umso erstaunlicher macht) Vorgänger von 1991 aus dem, was ich Freds „Interludium“-Periode nennen möchte. In dieser Phase, etwa von 1990 bis 1996, hatte der Maestro von seinen ultrabilligen Trashfetzern (bis auf Ausnahmen wie die Wynorski-Kollaborationen) weitgehend verabschiedet, war aber noch nicht bei den mediokren Actionfilmen angekommen, wie er sie heutzutage für Phoenician Entertainment runterkurbelt. Ray verdiente in dieser Phase sein Geld mit der ungewöhnlichen Kombination von Familienfilmchen wie Invisible Mom einerseits und Softsex-Erotikstreifen wie American Masseuse andererseits. Für Inner Sanctum II stand ihm ein für seine Verhältnisse spektakulärer Cast zur Verfügung – hatte Ray sich sonst gerade mal einen namhaften Akteur leisten können, so hatte er dieses Mal gleich einen ganzen Haufen bekannter Nasen zur Verfügung: Michael Nouri, Sandahl Bergman, David Warner, Margaux Hemingway, Joe Estevez, James Booth, das sind alles nicht vollkommen Namenlose. Und trotzdem dümpelt dieser Streifen in der IMDB bei einer Userbewertung von 2.0 von 10 möglichen Punkten daher. Verstehen denn die alle keinen Spass oder langte Freddieman doch mal richtig in die Gülle?

Inhalt:

Was man über den ersten Teil wissen muss, ist nicht viel – Baxter Reed, Ehemann der reichen und attraktiven Jennifer Reed, versucht des liebes Geldes wegen seine Angetraute umzubringen, aber schlussendlich gelingt es Jennifer, den Spiess umzudrehen und ihrerseits den Gatten in die ewigen Jagdgründe zu befördern.

Wir steigen knapp zwei Wochen nach den Geschehnissen aus Teil 1 ein. Jennifer, ganz trauernde Witwe, besucht das Grab des von ihr Geplätteten, um Blumen niederzulegen (hmm, ewige Liebe oder auch nicht, wenn ich den Kerl umgebracht hätte, weil er mich umbringen wollte, würd´ ich nicht noch Kohle für ein Blütengebinde ausgeben). Unintelligenterweise hat sie allerdings nicht nach den Öffnungszeiten des Friedhofs gefragt, der macht nämlich bei Sonnenuntergang zu. Bingo, die Friedhofstore schliessen direkt vor Jennys Nase. Nicht der sportliche Typ beschränken sich ihre Aktivitäten ob dieser Unpässlichkeit auf dumm vor dem Tor rumstehen und ein wenig krakeelen, was niemanden kümmert (okay, das Tor ist gut drei Meter hoch, aber durchaus übersteigbar). Schlagartig wird es stockfinstere Nacht (und zwar wirklich von der Sorte whoosh! – Nacht). Hinter dem Grabstein ihres Männes schält sich eine weissgekleidete Frauengestalt aus dem obligatorischen Nebel und beginnt – einen erotischen Tanz hinzulegen (uffza)! Jennifer identifiziert die Frau als Sharon (möglich, dass sie im ersten Teil vorkam, hab´s nicht nachgeprüft, ist auch egal, wir klären das später). Die Tanzeinlage weckt sprichwörtlich Tote auf, zumindest einen, nämlich Baxter, der aus seinem Grab steigt und selbst für eine seit zwei Wochen tote Leiche nicht gut aussieht. Zombie-Baxter und Sharon legen eine kesse Sohle aufs Parkett und küssen sich, dann macht der Verwesende sich auf, seine Witwe zu beglücken. KREEEEIISCH! Und Jennifer erwacht aus einem Alptraum! Für ´ne Teaser-Sequenz seltsam genug…

Am nächsten Tag sitzt Jennifers Pflegerin Jane in der Praxis des Seelenklempners Dr. Lamont und ist allgemein besorgt über den Zustand ihres Schützlings. Lamont sieht die Sache nicht ganz so tragisch – schliesslich sei der Gemörderte gerade mal seit einer Woche unter der Erde, da kann man schon verstehen, wenn Jenny noch nicht wieder ganz richtig tickt. Sie soll nur ihr Schlafmittel nehmen, was Jennifer allerdings bislang verweigert. Ärgerlich, zumal Besuch ins Haus steht, Baxters Bruder Bill hat sich mit seiner eigenen Schabracke angesagt, weil Testamentseröffnung steht an und da könnte ja was abzustauben sein.

Jennifer schlägt sich neben ihrem Seelenleiden auch mit körperlichen Gebrechen rum (sie kann nicht vernünftig laufen), weswegen Jane ihr eine Glocke bringt, mit der sie zukünftig nach ihrer Pflegerin bimmeln kann. Und der Gärtner Mark, der sich bemüht, allerhand Verdächte auf sich zu lenken, ist gerne bereit, für die bucklige angeheiratete Verwandschaft das Gästezimmer zu richten. Nicht ganz ohne Hintergedanken, denn im Gästezimmer steht normalerweise auch ein Bett und daher wird die Gelegenheit von ihm gern genutzt, um mit Jane, die ihn für den Job empfohlen hat, eine kurze (naja, eine ziemlich ausführliche, schliesslich firmiert das ganze als „Erotik-Thriller“) Nummer zu schieben – uns Freund Fred Ray präsentiert das recht ästhetisch.

Am Abend steht der Schwager mit seiner Holden vor der Tür und die Holde ist niemand anderes als Sharon. Jennifers Begeisterung über den Besuch hält sich in einem stark überschaubaren Rahmen, zumal Sharon auch einen ganzen Stapel eigener Psychoprobleme mit sich rumzuschleppen scheint, jedenfalls führt sie ihr erster Gang ins Badezimmer, um mit einem Glas Wasser eine Handvoll Pillen runterzuwürgen. Währenddessen klingelt Lamont durch und verspricht der immernoch generell besorgten Jane für den nächsten Tag einen Hausbesuch, dieweil Bill scheinheilig bei Jennifer schleimt, sie doch nie bei den ganzen komplizierten Erbschaftsangelegenheiten allein lassen zu wollen (na klaar, pure Selbstlosigkeit, Meister, glaub ich dir auf´s Wort). Sharon teilt der Welt im allgemeinen und Jennifer im besonderen mit, dass sie Baxter für einen Scheisskerl halte. Die Hausherrin hält es angesichts der irgendwie etwas seltsamen Stimmung für ratsam, sich in die Schlafstatt zurückzuziehen. Jane schmeisst sich deswegen gleich mal nackig bei Kerzenlicht in die Badewanne und Bill und Sharon kotzen sich in ihrem Zimmer an. „Sei doch mal liebenswürdig,“ bittet Bill. „Ich will nicht liebenswürdig sein,“ keift Sharon und kriegt einen kleinen Ausflipper, als Bill beginnt, das Zimmer zu durchsuchen, angeblich auf der Suche nach „Erinnerungen an glückliche Zeiten“. Das unliebenswürdige Frauchen brüllt ihren Gatten daher ordentlich an (Jane hört dank der dünnen Wände mit), worauf nun auch Bill der Kragen platzt und er sein Weib erst mal ein wenig würgt (und per choke-hold durch das halbe Zimmer trägt) und dann zu einer zünftigen ehelichen Vergewaltigung schreitet. Nach anfänglichem Widerstand macht Sharon dann aber freiwillig mit (jaja, manchmal haben Frauen usw.).

Jennifer wacht auf und findet sich an ihr Bett gefesselt wieder, und da ist auch Zombie-Baxter… KREEEISCH! Alptraum! Jenny brüllt das ganze Haus zusammen und wär ich jetzt an Bills und Sharons Stelle, würde ich mich nach einem günstigen Hotel umsehen (alas, sie können nicht, wie wir später noch erfahren werden). Der nächste Tag bricht an und wir erkennen, falls wir uns das nicht schon zusammengereimt haben, dass Bill nicht wirklich koscher ist, denn er trifft sich mit Anna, Baxters vormaliger Geschäftspartnerin und Geliebten. So wie´s aussieht, hat der gute Bax vor seinem unzeitigen Ableben einen Eimer Kohle, genauer gesagt eine halbe Million, vom Vermögen seiner lieben Frau abgezwackt und das möchten sich Bill und Anna gemeinschaftlich unter den Nagel reissen. Anna steht auf dem moralischen Standpukt, als seiner Geliebten stehe ihr das sozusagen als offizieller Erbanteil zu.

Im Reed´schen Anwesen ödet man sich am Frühstückstisch an, bis Dr. Lamont seinen versprochenen Besuch absolviert und Jennifer tatsächlich Einzelheiten über ihre Alpträume aus der Nase ziehen kann. „Es sind weniger Alpträume als Horrorfilme,“ präzisiert Jennifer. Träume sind Schäume, meint der Doc und ist fröhlich-zuversichtlich, die Delle der Madama kurieren zu können, und sagt Adios. Gärtner Mark hätte gern ein paar Tage frei, was Jennifer genehmigt – sie weiss im übrigen, dass Jane und Mark ein Liebespaar sind.

Bill bemüht sich auffällig unauffälig weiterhin darum, die Bude zu durchsuchen – das Objekt der Begierde ist der Schlüssel zu einem Bankschliessfach. In selbigem steckt ein Koffer und in diesem wiederum der Zaster. Für den Koffer hat Anna den Schlüssel, aber ohne den Schliessfachschlüssel nützt das natürlich verhältnismässig wenig (ich frage mich zwar, welche Bank zwei hergelaufene Typen, selbst wenn sie den Schlüssel haben, vor einer etwaigen Testamentseröffnung an den Inhalt eines Schliessfachs ran lässt, aber warum soll ich mir Gedanken machen, wenn´s der Film nicht tut). Jennifer liegt im Garten und lässt sich von Jane massieren. Bill macht Jennifer unverhohlene Avancen a la „Baxter war ein Glückspilz“, massiert Jennifers Füsse und lässt seine Flossen geflissentlich bis unter Jennys Shorts wandern. Das ist der guten Dame dann doch zuviel und sie blockt höflich, aber bestimmt ab. Später liest sie im Salon des Hauses ein Buch über das Leben nach dem Tod, ihr gegenüber sitzt Bill und lässt sich, als Sharon dazustösst, demonstrativ und reichlich öffentlich von selbiger einen, äh, tschuldigung, wollte sagen, lässt sich von selbiger oral befriedigen (natürlich off-screen, wir sind ja nicht im Pornoland oder bei Baise-Moi). Der entsetzten Jennifer erschliesst sich allerdings, dass dies ein Tagtraum war (langsam wird das echt kompliziert, alles, was irgendwie interessant aussieht, ist nicht echt).

Später hat Jennifer einen Termin bei Lamont (wieso kam der Knallkopf dann extra am Vormittag vorbei, wenn sie am Nachmittag eh bei ihm vorstellig werden muss). Jane hockt ihren Schützling ins Wartezimmer, weil sie ihre Handtasche im Behandlungsraum vergessen hat. Die anderen Wartenden sind die reinste Freakshow und klatscht geradezu Beifall, als Jane mit einer grossen Spritze wieder auftaucht und sie Jennifer in den Hals rammt. Dreimal dürft ihr raten – Halluzination.

Solchermassen mental angeschlagen kippt Jennifer nicht gerade vor Begeisterung aus den Latschen, als sie in heimatlicher Hütte erst Anna antrifft, die ein paar Kisten Büromaterialien von Baxter angeschleppt hat, und dann Bill, der selbige Kisten eifrig durchwühlt. Die fix ausgedachte Ausrede der Wühlmaus: er sei auf der Suche nach einem Foto von Baxter und ihm. Jennifer is quite annoyed und durchs Fenster kuckt der Zombie-Baxter (diesmal keine Hallu? Aber ihn sieht auch keiner). Statt dessen bekommt Jennifer Besuch von ihrem ichwilldaswortnichttippen Anwalt, der ihr ein paar Papiere zum Unterschreiben vorbeibringt und sich wundert, warum seine Klientin neuerdings esoterische Bücher liest. Jane spielt den red herring und deponiert einen Brief im Briefkasten des Anwesens (schön ominös, nur geht da drauf keine Sau mehr ein).

Etwas unmotiviert schalten wir um zu den Cops, bei denen ein Report über Bill Reed eingegangen ist. „Wenn pleite sein strafbar wäre, hätte der Typ lebenslänglich,“ brummt Detective Hooper (hm, in dem Fall müsste ich auch schon mal eine Einzelzelle reservieren). Noch ist nicht klar, was uns diese Szene sagen will.

Es ist mal wieder Nacht (geht schnell hier) und Jennifer wird von Schritten über ihrem Schlafzimmer geweckt. Dann klingelt auch schon das Telefon und dran ist Baxter! „Du bist tot! Ich habe dich getötet!“ nölt Jennifer hysterisch und erspäht vor dem Haus eine geheimnisvolle schwarze Limousine, die plötzlich, nach Lichtsignalen aus dem Dachgeschoss, den Abgang macht. Panisch versucht sie aus ihrem Zimmer zu stürmen, doch sie bringt die Tür nicht auf. Bill eilt zur „Rettung“, hält aber die Story vom Anruf aus dem Jenseits und des unheimlichen Autos für eine weiteres Indiz für Jennifers Dachschaden, zumal die von Jennifer angeordnete nähere Untersuchung der Strasse vor dem Haus das zu erwartender Resultat bringt, dass jetzt kein Auto mehr da ist. (Kunststück, wenn Jennifer es doch selber hat wegfahren sehen… die Tuss´ is´ aber auch doof). Jedenfalls ist zum jetzigen Zeitpunkt allgemeine Verwirrung angesagt, niemand blickt durch, weder die Charaktere im Film noch der frustrierte Zuschauer (wie mein lieber Kumpel bestätigen kann, denn er meinte im gleichen Moment, als ich die Worte „allgemeine Verwirrung“ in mein Notizbuch schmierte, es sei doch alles sehr verwirrend. Kann das Zufall sein?) Auch diese Nacht wird von allen Beteiligten überlebt und am nächsten Morgen geht Bill wieder auf Schlüsselsuche. Der Zufall spielt ihm in die Hände, er zerdeppert versehentlich ein romantisches Ehefoto der Reeds und in den Scherben findet sich der Schlüssel. Das Scheppern des Bildes ruft Jane auf den Plan und man tauscht ein paar Beleidigungen aus. Bill kann damit leben, hat er doch nun den Schlüssel zum Glück. Schon wieder ist ein Tag vorbei und Jenny liegt in ihrem Bett, als Bill sie besucht und seinen Versuch fortsetzt, bei Jennifer auch sexuell zu landen: „Als du Baxter geheiratet hat, brachst du mir das Herz,“ schüttet er sein Herzeleid aus, „ich habe Sharon nie geliebt“. Sprachs und beginnt, die protestierende Jennifer zu besteigen, ihr das Nachthemd aufzuknöpfen und an ihren Nippeln zu spielen. Was´n Schelm. Doch da – verwandelt sich Bill in den widerlich verwesten, gore-absondernden, ansonsten aber quieklebendigen Leichnam von Baxter! KREEEISCH! Alptraum (man kennt das ja mittlerweile). Bill eilt der Krakeelenden zu Hilfe, wird aber plötzlich von hinten angegriffen und ermordet! KREEEISCH! Alptraum. Jetzt wird´s langsam, eh, unübersichtlich, Alpträume in Alpträume verpackt. Wer soll´n da noch durchblicken? Jennifer jedenfalls nicht, sie freaked.

Bill ist das wurscht, er verabredet ein Treffen mit Anna, schliesslich hat jetzt jeder einen der bewussten Schlüssel. Jennifer sieht derweil einen Gestalt durch den Garten schleichen und folgt ihm, mit der Konsequenz, dass sie beinahe von einem herabstürzenden Blumenkübel erschlagen wird – als sie in den Trümmern des Potts auch noch ein paar „Hochzeitsfigürchen“ (was immer das für ein amerikanischer Brauch auch sein mag) sieht, verabschiedet sie sich in eine Schockbewusstlosigkeit. Als sie umringt von ihren Verwandten und Bediensteten wieder zu sich kommt, tut sie hysterisch kund, dass Baxter aus dem Reich der Toten zurückgekehrt sei, um sein garstig Werk zu vollenden. Das Publikum wirft sich bedeutungsvolle Blicke zu und versichert Jennifer, das man sie unter gar keinen Umständen für verrückt, höchstens ein wenig „stressed out“ halte.

Indes trifft sich Jane mit dem Gärtner Mark, der, obwohl ich da Stein & Bein geschworen hätte, doch kein Böser ist, sondern ein – noch unspezifizierter – Guter, der vermutet, dass Bill nicht ganz sauber ist. Die beiden diskutieren das aber nicht aus, sondern, schliesslich firmiert unser Film als Erotik-Thriller, liefern sich eine weitere semiexplizite Softsexszene. Sharon stellt Bill zur Rede und verlangt ultimativ die Abreise aus der ihr etwas unheimlichen Hütte. Geht nicht, meint Bill, denn die beiden sind so knapp bei Kasse, dass es nicht mal mehr für´n Hotel reicht. Bis die Erbschaft abgewickelt ist, wird gefälligst hiergeblieben, ob´s Sharon passt oder nicht.

Anna schleicht dieweil, die diversen „Police-Line-Do-Not-Cross“-Absperrungen geflissentlich ignorierend (nach ZWEI Wochen sind die immer noch da??) in Baxters Büro und eignet sich dort dessen Schiessprügel an. Guess unsere gute Anna hat mittlerweile kalkuliert, dass 500.000:1 mehr ergibt als 500.000:2. Jennifer nervt Bill mit Fragen über das Leben nach dem Tod, denen er sich mit einer dringenden Verabredung entzieht. Nämlich mit Anna. Offiziell einigen sich die beiden auf hälftige Teilung des Zasters. Sharon wirft sich Pillen ein. Anna und Bill fahren zur Bank.

Sharon legt sich zu Jennifer in die Heia, aber nicht, um irgendwelche lesbischen Spielchen zu treiben (buuuh!), sondern um ein wenig pillow talk zu veranstalten. Sharon mimt die Verständnisvolle. „Ich weiss, wie es ist, jemanden zu verlieren!“ Echt? Jo, denn sie hatte mal eine Fehlgeburt und damals habe Baxter sich um sie gekümmert. Anna und Bill mieten sich in ein Hotel ein und inspizieren die Beute, lauter hübsche grüne Scheinchen, da gibt Bill auch gerne mal ein Glas Schlammpagner aus.

Lamont unternimmt einen erneuten Hausbesuch – Jennifer unterbreitet ihm ihre Horrorgeschichten über Anrufe aus dem Jenseits, die der Psychodoc als Stresssymptome diagnostiziert und Beruhigungsmittel verordnet. Das mixt er gleich mal selber und warnt Jane, dass das nächste traumatische Erlebnis Jennifer permanent gen La-La-Land schicken könnte. Vorsichtshalber probiert er den von ihm gepantschten Pharmacocktail und stellt etwas fest, was sein Missfallen erregt – jedenfalls schüttet er das Glas aus und steckt das Pulver in seine Tasche – hat da am Ende jemand manipuliert? Was auch immer er vermutet, es nützt Lamont nicht viel, denn er wird unmittelbar nach dieser Entdeckung von einer unbekannten Gestalt aufgeschlitzt…

Auch unsere Polizistenfreunde stolpern gerade über eine Leiche – nämlich über die von Anna, die tot im Hotelzimmer rumliegt. Die Cops wittern Ungemach, rasen vom Acker gen Reed-Anwesen und schubsen dafür sogar die Ambulanz unsanft beiseite (ob das mal beabsichtigt war? Wie ich Freddy Ray kenne, war das eigentlich nicht so geplant, aber wurde vom Regisseur wohl für gut befunden). Bill plant indessen seinen Solo-Abflug, hat seine Bündel geschnürt und will gerade seine Karre starten, als er vom Rücksitz aus angegriffen und trotz seines energischen Widerstandes (er schafft es sogar, die Windschutzscheibe seines BMW zu zertreten) garottiert wird.

Ein paar Autos weiter pondern Mark, von dem man uns nun endlich erzählt, dass er Versicherungsdetektiv ist, der im Fall Baxter Reed ermittelt, und Jane die Sachlage. Jane ist sich sicher, dass versucht wird, Jennifer systematisch in den Wahnsinn zu treiben (ach nee). Jennifer wird wieder einmal von Schritten geweckt – sie geht der Sache auf den Grund und stösst auf eine Gestalt. Der von ihr vermutete Bill ist es nicht – sonst würde ihr nämlich kaum dessen abgetrenntes Haupt vor die Füsse kullern. Kaum von dem Schock halbwegs erholt, fällt ihr Lamont tot aus dem Wandschrank entgegen. Die ominöse Killergestalt demaskiert sich – es ist…. Sharon!!! Der trieft der Wahnsinn aus jeder Pore, aber sie ist noch soweit bei Trost, uns ihre Motivation mitteilen zu können. Wie nicht anders zu erwarten, ist sie immer noch heftigst in Baxter verknallt, der sie aber Jennifers Moneten wegen sitzengelassen habe – dabei war das Kind, das sie verloren hatte, von Baxter selbst. Und da Jennifer den geliebten Baxter nun auch noch umgebracht habe, sei sie eben nun selber fällig. Während dieser Tirade stolpert Jennifer auch noch über die Leiche des ebenfalls garottierten Mark – Sharon war ziemlich fleissig in der Nacht. Sähe schlecht aus für unsere geplagte Millionärin, wenn da nicht Jane zur Hilfe springen würde. Die verwickelt Sharon in einen Catfight und liefert sich mit ihr ein Schürhaken-Duell. Sharon gewinnt die Oberhand und rammt Jane einen Haken in die Schulter. Das kann Jennifer nicht mehr mit ansehen und drischt Sharon eine vermutlich teure Ming-Vase über den Schädel. Dies räumt Jane eine weitere Chance ein, während die Cops vorfahren und sich wundern, dass alles verdächtig ruhig ist. Jedenfalls so lange, bis aus dem zweiten Stock Sharon geflogen kommt und fatalerweise direkt auf der Motorhaube der Copschleuder landet…

Auf die Frage, was denn eigentlich passiert sei, antwortet Jennifer, während sie auf der Trage zum Krankenwagen gebracht wird, „das würden sie mir nicht glauben.“ Jennifer interessiert viel mehr, was aus Jane geworden ist. „Ich hab mich um sie gekümmert,“ gibt der freundliche Ambulanz-Driver Auskunft, ehe er sich umdreht, sich als verwester Baxter-Zombie präsentiert und hinzufügt: „Und jetzt kümmere ich mich um dich“… Har-har-har, würde der Cryptkeeper sagen…

Fred Olen Ray hat sicherlich viele Stärken, aber, wenn wir als seine Fans ehrlich sind, das Drehen von ernsthaften Filmen zählt nicht wirklich dazu (weswegen seine neuen action-orientierteren Filme zwar einen soliden Unterhaltungswert haben, aber eben nicht mehr an seine Klassiker herankommen). Dies schien dem Meister beim Dreh von Inner Sanctum II selbst klargewesen zu sein und so entschloss er sich, fünfe grade sein zu lassen, sich einen feuchten Kehricht um die Konventionen des Erotik-Thriller-Genres zu scheren und einfach mal wild drauf los zu drehen. Das macht es ungeübten Gemütern wie meinem mehrfach erwähnten Kumpel nicht ganz leicht, diesem Werk zu folgen…

Das Drehbuch ist hochkompliziert (was nicht zu verwechseln ist mit „komplex“) und verwirrend – jeder steht unter Generalverdacht, jeder intrigiert gegen jeden, schlimmer als Denver oder Dallas, keiner blickt durch, am allerwenigsten der Zuschauer. Muss er auch nicht, denn letztendlich fügt sich das ganze nicht wirklich zusammen, sondern entpuppt sich als mindestens vierfacher Parallel-Plot, dessen unterschiedliche Intentionen nur selten mal auf der selben Spur des Script-Highways cruisen – wir hätten die Zombie-Geschichte, Sharons Rachewahn, Janes und Marks Ermittlungen sowie Bill und Annas räuberische Tour – miteinander zu tun haben diese verschiedenen Storyelemente nicht viel, sie überschneiden sich halt nur gelegentlich. Ganz besonders der Jane/Mark-Subplot wirkt aufgesetzt, gerade weil dieser die einzigen Softsex-Szenen beinhaltet (und für einen Film, der als Erotik-Thriller annonciert ist, sind die beiden Szenen zwar recht ansprechend umgesetzt, aber quantitativ etwas mager ausgefallen), fast so, als wäre dem Meister irgendwann im Lauf der Dreharbeiten aufgefallen, dass ein Softsexfilm nun mal zwingend Softsex braucht und sich die entsprechenden Szenen so am leichtesten in die Handlung schreiben liessen, ohne dass sie mit dem restlichen Treiben im Film auch nur irgendetwas zu tun hätten – um´s negativ zu sagen: die Sexszenen sind selbstzweckhaft, sie sind einfach nur da, weil der Film sie für seine Etikettierung braucht.

Der Rest des Scripts ist auch nicht unbedingt besser – ich weiss nicht, ob Vorkenntnis des ersten Teils zum besseren Verständnis beiträgt, aber so wie ich das sehe, ist der Charakter Anna der einzige, der es aus dem Vorgängerfilm (neben Jennifer und Baxter natürlich) in das Sequel geschafft hat und zumindest dieser Teil des Streifens ist recht selbsterklärend, wenngleich er strenggenommen auch nichts entscheidendes zum Fortgang der Story beiträgt, ausser vielleicht fünf-sechs Minuten screentime zuzuschlagen und Bills Tod letztendlich verdient erscheinen zu lassen. Die Enthüllung Sharons als Killerin kommt, wie der Ami so schön sagen tut, vollkommen „out of left-field“, will sagen, völlig unvorbereitet (aber immerhin einigermassen überraschend) und recht schmalbrüstig motiviert (wie gesagt, möglicherweise könnte man dem ersten Teil dazu etwas entnehmen, aber ich bezweifle es). Tja, und die Zombie-Geschichte ist nu ganz abgehoben. Irgendwie wirkt das ganze wie aus dem Setzkasten, die Zombie-Plotte wird auf eine Psychothrillerkiste aufgesetzt, die wiederum auf einen Softsexer aufgesetzt ist, der auf eine schlichte Krimigeschichte aufgesetzt ist. Kompliziert, was?

Und doch ist das Endresultat, sofern man sich als geneigter Zuschauer der Tatsache bewusst ist, einen Fred-Olen-Ray-Film zu sehen und kein Hollywood-Major-Psychothrillerkino, erstaunlicherweise recht ansehnlich ausgefallen. Warum? Nun, es ist ein Fred-Olen-Ray-Film… und für einen solchen ein handwerklich sehr solider. Ray schafft es trotz des konfusen Scripts eine unheimliche Atmosphäre aufzubauen (obwohl insgesamt vielleicht ein paar Traum- bzw. Halluzinationssequenzen zu viel vorkommen) und leistet sich Anflüge von echtem inszenatorischen Style. Ich möchte mich fast zu dem Superlativ hinreissen lassen, dass wir es mit dem bislang atmosphärischten Film aus der Küche des Fliessbandfilmers zu tun haben. Es besteht halt „nur“ das Problem, dass ein wüster Genremischmasch wie dieser nur schwerlich sein Publikum finden wird – letztendlich ist Inner Sanctum II weder Fisch noch Fleisch – der Film bedient sich der Elemente aus Horror, Psychothrill, Krimi, Softsex, ohne sich letztendlich für eine Richtung grundsätzlich zu entscheiden; er pendelt lieber etwas unentschlossen zwischen den einzelnen Genrefragmenten hin und her; um den Film der Allgemeinheit zugänglicher zu machen, hätte es sich sicher ausgezahlt, sich auf ein oder zwei Elemente zu beschränken, bevorzugt Horror und Psychothrill, dann hätte die Geschichte vielleicht sogar regelrecht spannend werden können. In der vorliegenden Form will sich Spannung allerdings nicht so recht einstellen, eben weil das Dargebotene durch die Bank ziemlich wirr rüberkommt.

Trotzdem, wie gesagt, aus rein technischer Sicht haben wir es hier mit einem der besten Ray-Filme zu tun. Obwohl zweifelsohne very low budget, sieht man dem Film die beschränkten finanziellen Mittel kaum an, da er sich grösstenteils auf Geschehnisse in und um ein Haus beschränkt, die Kameraarbeit ist gelegentlich fast schon bemerkenswert, auf Stock Footage wird grösstenteils (bis auf eine „Mond-geht-auf“-Aufnahme, die ungefähr aus dem Jahr 1693 zu stammen scheint) verzichtet, die vorhandenen Gore- und Bluteffekte (nicht übermässig, aber teilweise hübsch eklig, besonders der Kadaver mit den Sexgelüsten) sind angemessen. Fred Olen Rays zeitweiser Hauskomponist Chuck Cirino besorgt einen von der Instrumentierung her schlichten, aber recht effektiven Score.

Die Besetzung ist, wie gesagt, für Ray´sche Verhältnisse schon fast stellar. Noch fast am unprominentesten (was heisst fast) ist die Hauptrolle Jennifers mit Tracy Brooks Swope besetzt, die absolute Filmfreax möglicherweise aus Terminal Entry (einem von mir sehr dunkel als Teen-Computerthriller erinnerten Streifen) und Toy Soldiers kennen könnten. In Inner Sanctum II (im ersten Teil spielte sie übrigens die Rolle nicht) hat sie nicht viel zu tun ausser leidend auszusehen und heftigst zu kreischen, und, bei Gott, als Scream Queen ist die gute Tracy erste Sahne, das sind 1-A-Schreie, die Jamie Lee Curtis in ihrer Glanzzeit kaum besser hingekriegt hätte. Fred Olen Ray beschäftigte sie später wieder in Counter Measures: Crash Dive 2 an der Seite von Michael Dudikoff.

Michael Nouri (Bill) hat schon eine eindrucksvollere Vita – neben zahllosen TV-Rollen gab er sich in Adrian Lynes Flashdance die Ehre, erlangte Genre-Ruhm durch die Hauptrolle in Jack Sholders The Hidden und dem kleinen SF-Heuler Fatal Sky und hat in B-Filmen wie American Yakuza, Hologram Man oder Terminal Error, ist sich aber auch für Charakterrollen in A-Filmen wie Sean Connerys Finding Forrester nicht zu schade. Den Bill gibt er hier schön schmierig-schleimig-widerlich und daher voll überzeugend.

Nichts sagen muss ich hoffentlich zu David „ich spiele alles“ Warner, der nun wirklich von idiotischen Rollen in Z-Produktionen bis hin zu anspruchsvolleren Aufgaben in Major-Filmen alles annimmt, was er kriegen kann. Ein breites Publikum erreichte Warner sicher mit seinen Stints in Star Trek V und Star Trek VI, John Carpenter verwendete ihn in In the Mouth of Madness. Die Rolle als Dr. Lamont bewältigt Warner hochprofessionell.

Sandahl Bergman (Sharon) hat auch schon bessere Zeiten erlebt – von Conan the Barbarian heisst es, dass sie bei den Dreharbeiten mehr Stuntleute verletzt habe als Arnie himself, in der Folge dieses Fantasy-Abenteuers war sie auch in Red Sonja und dem kolossalen Flop She am Start, ebenso wie an der Seite von Roddy Piper in Hell comes to Frogtown. Danach gings karrieremässig bergab mit TV- und B-Rollen. Die mental derangierte Sharon kauft man Sandahl ohne weiteres ab.

Last but not least sei Margaux Hemingway (Anna) erwähnt. Die Enkelin des grossen Schriftstellers versuchte sich seit 1976 als Schauspielerin (damals in Liptstick mit ihrer Schwester Mariel, die in der Folgezeit eine erfolgreichere Karriere lancieren konnte). 1978 folgte Killer Fish, von cleveren Strategen in Teutonien als Rückkehr der Piranhas vermarktet. Private Probleme führten zu Alkoholsucht, Reha-Massnahmen und immer wieder unternommenen und zum Scheitern verurteilten Comeback-Versuchen. Wenn Inner Sanctum und sein Sequel in ihrer Filmographie noch herausstechen, will das nicht viel gutes heissen. 1996 wurde sie tot in ihrer Wohnung aufgefunden – in der grossen Hemingway´schen Familientradition wurde offiziell Selbstmord durch eine Überdosis Medikamente festgestellt, was ihre Schwester bis heute anzweifelt. Ich habe nicht genügend Filme mit Margaux gesehen, um letztlich beurteilen zu können, ob ihre Leistung in Inner Sanctum II, die mit hölzern, steif und unnatürlich ganz passabel umschrieben ist, repräsentativ ist. Ich fürchte allerdings eher ja.

Fred Olen Ray wäre natürlich nicht Fred Olen Ray, wenn er es nicht geschafft hätte, einige alte Spezis in Nebenrollen unterzubringen (neben sich selbst, was nicht allzuoft vorkommt), und so können Ray-Fans auf die Suche nach Peter Spellos, Suzanne Ager und Richard Gabai gehen.

DVD-technisch möchte uns MCP, die ich jüngst für Firewalker übel gemassregelt habe, Inner Sanctum II unter seinem nicht gerade intelligenten deutschen Titel Pleasure of Flesh (auch grammatikalisch eher fragwürdig) ans Herz legen. Wie nicht anders zu erwarten, reisst auch diese Disc, als Budget-Disc für nicht wirklich teuer im Handel, keine Bäume aus, aber liegt doch meilenweit über dem, was das Label uns mit Firewalker zugemutet hat. Die Vollbild-Qualität ist akzeptabel bis gut, die Bildschärfe ist okay, und auch die zahlreichen Dunkelheit-Szenen sind vom Kontrast her erträglich, d.h. man kann erkennen, was vor sich geht. Nicht spektakulär, aber das kann man auch nicht unbedingt erwarten. Als Ton gibt´s ausschliesslich deutschen Ton in DD2.0-Mix, der ist aber sauber abgemischt und bietet wenig Grund zur Klage. Extras gibt´s nicht, nur ein paar Trailer auf andere MGP-Titel. Letztendlich ist die Scheibe aber verhältnismässig billig zu haben und derzeit wohl auch weltweit die einzige Möglichkeit, an den Film ranzukommen, daher also ein okay.

Inner Sanctum II zählt letztlich nicht zu Fred Olen Rays Highlights – die Story ist einfach zu verworren. Und dennoch hat mir der Film Spass gemacht… (schon allein, weil ich mich darüber amüsieren konnte, wie mein Kumpel an dem Film schier verzweifelte). Man darf keinen Lachschlager wie Dinosaur Island oder Hollywood Chainsaw Hookers erwarten, dafür ist der Film einfach zu ernsthaft; seinen Unterhaltungswert, der sich wohl auch nur für Hardcore-Fred-Olen-Ray-Fans einstellen wird, bezieht der Streifen einfach aus dem unbekümmerten Zusammenwerfen nicht aneinanderpassender Plotelemente, dem Ignorieren jeglicher Logik und dem durch Mark und Bein gehenden Gekreische von Tracy Brooks Swope. Sollte man als Zuschauer allerdings eine zusammenhängende und halbwegs nachvollziehbare Geschichte erwarten, sollte man von den unten stehenden Bieren mindestens zwei abziehen. Mir persönlich hat der wüste Mix aus Softsex, Horror und Thriller jedenfalls besser gefallen als das, was Ray heutzutage fabriziert. Seltsam, aber irgendwie cool.

(c) 2003 Dr. Acula

  • David Warner ruft beim Regisseur an: ´Worum zum Teufel geht´s hier eigentlich?´ Antwortet der Regisseur: ´Ist doch eigentlich wurscht, oder?´

  • Und schon wieder mal eine Szene, die Jörg Buttgereit gefallen könnte... nur das dessen Leichen nicht mehr leben

  • Hm, was schreibt man als Bildunterschrift zu einer toten Margaux Hemingway, ohne daß es geschmacklos wirkt? Wie wär´s mit ´Schon mal probegelegen?´ Nein, das ist auch schlecht...


BOMBEN-Skala: 7

BIER-Skala: 7


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