Monster aus der Galaxis


  • Deutscher Titel: Monster aus der Galaxis
  • Original-Titel: Biohazard
  •  
  • Regie: Fred Olen Ray
  • Land: USA
  • Jahr: 1984
  • Darsteller:

    Lisa Martin (Angelique Pettyjohn)
    Mitchell Carter (William Fair)
    Roger (Richard Alan Hench)
    General Randolph (Aldo Ray)
    Rula Murphy (Carroll Borland)
    Müllsammler (George Randall)
    Bio-Monster (Christopher Ray)
    sowie Loren Crabtree, Frank McDonald, Fred Olen Ray, Robin Schurtz


Vorwort:

Zwischen all der WIP-Kost der letzten Tage braucht der Badmovie-Fan von Welt mal wieder etwas bodenständige Low-Budget-Trash-Kost. Und dafür bietet sich kaum etwas besseres als ein Film aus dem nahezu unerschöpflichen Ouevre des rekordverdächtigen Filmfabrikanten Fred Olen Ray. Eine seiner produktivsten Phasen (so man das [siehe IMDB] überhaupt irgendwie differenzieren kann), aber auf jeden Fall eine der reizvollsten Phasen für Badmovie-Interessierte, war die um 1984 rum, in der Ray Filme quasi im Wochentakt ablieferte. Einer davon, und zufälligerweise noch der erste seiner Filme, den ich jemals betrachten durfte, ist BIOHAZARD (zu schlecht deutsch: MONSTER AUS DER GALAXIS), einer der billigsten SF-Horrorstreifen der jüngeren Trashgeschichte…

Inhalt:

Nach den unimpressiv animierten Opening Titles finden wir uns schon einer ECHT SPANNENDEN Parallelmontage ausgesetzt. Zum einen düsen zwei nulpenmässige Army-Trottel namens Hudson und Carter (und einer davon wird unser Held, oh Schreck) mit einem Army-Laster durch die verdächtnig nach dem Bronson Canyon aussehende Wüste und verfahren sich auf dem Weg zu einem ultrageheimen Treffen. Zum anderen turnt ein Kerl in einem ABC-Schutzanzug mit Geigerzähler durch selbige Wüste und untersucht irgendein herumliegendes Kabel. Das füllt schon mal gut fünf Minuten.

Um unser Interesse aufrecht zu erhalten, schauen wir schon mal bei dem erwähnten Meeting vorbei. In einem Labor in der Wüste haben sich diverse Uniformträger (eh, einer, nämlich General Randolph, portraitiert von Aldo „Ich-hab-schon-mit-Bogey-gespielt“ Ray) und Senatoren (zwei) versammelt, um, so wie´s aussieht, dem guten alten Psychic-Spielchen „Ich erkenne die verdeckte Karte“ beizuwohnen. Das MvD (Medium vom Dienst) ist Lisa Martin (Busenwunder Angelique Pettyjohn), die seit einem Unfall im zarten Alter von 18 (lang, lang ist´s her) und anschliessender Verabreichung eines Wundermedikaments ESP-mässig hochbegabt ist. Wie auch die Senatoren und der General nicht völlig zu Unrecht feststellen, ist das alles noch nicht sonderlich beeindruckend, und Experimentsleiter Dr. Williams hat auch tatsächlich noch was auf der Pfanne. Lisa ist durch diverses technisches Brimborium in der Lage, mit Geisteskraft in andere Dimensionen zu „greifen“ und Objekte von dort in unsere schöne Welt zu holen. Eine Testvorführung soll folgen, doch die verzögert sich aufgrund eines Kabelbruchs (weswegen der Knabe in der ABC-Schutzausrüstung auch in der Wüste rumturnt). Mittlerweile sind auch Carter und Hudson endlich eingetroffen und Carter trifft im Labor auch seine alte Nemesis, einen Vietnam-Veteranen namens Reger (oder Roger, je nach Sprachfassung).

Das Experiment beginnt, although der ABC-Typ verzweifelt ins Labor funkt, dass er noch einen Defekt gefunden hat und diesen gerne noch reparieren würde, leider hört ihn keiner, was zur Folge hat, dass der arme Kerl bei Einschalten der Apparatur geröstet wird (was allerdings niemanden im weiteren Filmverlauf auch nur beiläufig interessiert). Das Experiment ist ausgesprochen, äh, faszinierend, Lisa windet sich unter ihrem „Verstärkerhelm“ und ein paar Inserts eines Sternenfelds sollen wohl irgendwie die überwundene Entfernung darstellen, sonst passiert aber nichts, insbesondere materialisiert nisch. Lametta und Politiker sind aber absolut flabbergasted (leicht zu beeindruckende Peoples) und sprechen von einem historischen Moment.

Williams erinnert sich, dass er technisch gesehen eigentlich kein Resultat vorzeigen kann und zaubert zwei Objekte herbei, die man schon eine Nacht vorher reingeholt hat, eine zehn cm grosse Gipsstatuette und einen komischen Container, Beweis, dass man es mit intelligentem Leben zu tun hat. General Randolph tut, was Militärs in solchen Filmen immer tun, er sackt alles ein und verkündet, dass von nun an die Army in charge ist. Die üblichen Proteste werden weggewischt, auch der von Lisa, die irgendetwas „spürt“ (schwerer Fall von Deanna-Troi-Syndrom) und den Transport gerne begleiten würde, was abschlägig beschieden wird.

Carter und Hudson sind das Transport-Department und dürfen die Objekte auf ihrem Lkw befördern. Unterwegs sammeln sie noch den einsam in der Wüste herumstehenden singulären Wachtposten Cliff ein und bieten anschliessend dem Regisseur die Gelegenheit zu einer weiteren enorm aufregenden und ausführlichen „Auto-fährt-durch-die-Wüste“-Sequenz.

Bevor das Publikum allerdings sanft entschlafen kann, passiert doch tatsächlich was. Irgendetwas attackiert den friedlich auf der Ladefläche sitzenden Cliff, killt ihn, schmeisst ihn vom Truck und disappeared in der Wüste.

Dass es sich dabei um ein Ungeheuer handelt, welches dem Container entsprang, ist schnell beschlossene Sache. General Randolph beauftragt Carter, zurück zum Labor zu fahren.

Dort heult Williams typisch wissenschaftlermässig herum, dass die grösste wissenschaftliche Entdeckung aller Zeiten verschwunden sei und Lisa vermutet, dass das arme Ding einfach nur Angst hat. Carter hat nichtsdestotrotz eine Search-and-destroy-Mission und Lisa bietet schliesslich an, mit ihren empathischen Fähigkeiten bei der Suche hilfreich zur Seite zu stehen. Williams fällt schliesslich noch der hilfreiche Hinweis ein, dass die herbeigeholten Objekte leicht radioaktiv seien.

Da die Mission, ein mordend-meuchelndes Monstrum zu fangen, selbstverständlich enorm wichtig ist, fährt Carter erst mal zu Lisa nach Hause zum Essen fassen. Es kommt zu diversen Smalltalk a la „Sie dürfen das arme Wesen nicht töten“ und „Okay, ich versuch´s lebend zu fangen, aber verspreche nichts“ und schneller, als man „Nachtwerbeschleife auf RTL 2“ sagen kann, sitzen Lisa und Carter auf der Couch und fallen über sich her (ja, endlich Brüste – wenn man darüber hinwegsehen kann, dass zwischen unseren Protagonisten ziemlicher Altersunterschied herrscht… Pettyjohn war zum Drehzeitpunkt immerhin auch schon satte 41 Jahre alt). Bevor allerdings eine ausladende Sexszene folgen kann, klingelt das Telefon (es ist doch immer das selbe, passiert mir auch ständig). Hudson ist dran. Der Pfeifenkopf war blöde genug, ein Teil aus dem Container zwecks Verhökerung mit nach Hause zu nehmen und ist jetzt panisch, weil das Ding, irgendein komischer Zylinder, wächst. TERROR! PANIK! AARCHG! Carter sagt sofortige Hilfeleistung zu und Lisa begleitet ihn, währenddessen das MONSTAH durch die Hinterhöfe creeped. (Äh. Sorry. Ich dachte, das Labor wär in der Wüste? Und jetzt sind wir, wie Lotto King Karl so schön sagt, „mitten inne Stadt“? Hm.)

Was soll´s, wir schalten um zu einer SUSPENSE-Sequenz. Das Monster beobachten einen armen Kerl, dessen Namen ich vergessen habe, der auf seiner Veranda mit dem Lötkolben hantiert und bastelt. Er ruft nach seiner Freundin Jenny, aber die antwortet nicht. Der Typ wird nervös und beginnt das Haus zu durchsuchen, bis er im Bad angelangt ist. Hinter dem Duschvorhang lauert —– nur die Freundin, die mit dem Walkman badet und ihn deswegen nicht gehört hat. Erfreut nehmen wir full frontal nudity zur Kenntnis und unser Typ springt mitsamt Klamotten mit in die Wanne, ehe ihm einfällt, dass der Lötkolben noch läuft (Sucker!). Er eilt zurück zur Veranda und wird prompt Monsterfodder. Jenny folgt nach, entdeckt die übel zugerichtete Leiche und dann das Monster selbst… slow fade out. Das ganze ist ungefähr so dramatisch wie eine Ariel-Reklame mit Klementine, aber hübscherer Frau.

Carter und Lisa haben derweil endlich Hudsons Anwesen erreicht, wo der Zylinder immer noch vor sich hin wächst (nicht, dass man dafür irgendeinen bildhaften Beweis antritt, denn dazu bräuchte man ja ein paar Special FX). Man einigt sich darauf, dass irgendetwas aus dem Zylinder raus will, also verfällt Carter auf den genialen Gedanken, mit einem Hammer auf den Zylinder zu kloppen, damit der zu bleibt (Torfnase, kein Wunder, dass der im Fahrdienst arbeitet). Erwartungsgemäss springt der Zylinder auf und ein Mini-Alien huscht heraus und geht Hudson an den Kragen. Carter kann das Viech zwar plätten, aber Hudson blutet wie ein Schwein und scheint hops zu gehen.

Indes wird es Zeit für etwas KOMEDY. Zwei alte Süffel veranstalten ein Picknick und laden einen jüngeren Penner nebst seinem Hund dazu ein. Als sich der Jungmann ob der exotischen Herkunft des Barbecue übergibt, encountered er unser Monster und flieht in die Nacht, gefolgt von den beiden alten Säcken. Der Hund erweist sich derweil als ausgesprochen BLÖDER HUND und empfängt das Monster schwanzwedelnd – slow fade out…

Ha, aber die KOMEDY nimmt kein Ende, denn nun dürfen wir einem alten Pärchen in ihrer Karre beiwohnen. Er, genannt Jack, ist ein Saufkopp, und sie, genannt Rula, ist ´ne Labertasche, und als solche labert sie ihn so gnadenlos zu, dass er prompt unser armes Monster überfährt. Blöd, wie der Knabe ist, packt er das vermeintlich mausetote Monstervieh auf seinen Rücksitz und karrt es nach Hause, von wo er im Sheriff-Büro anruft. Dort schenkt man dem Official Town Drunk zwar wenig Glauben, aber Sheriff Miller macht sich trotzdem auf dem Weg, und sei´s, um den alten Knaben in die Ausnüchterungszelle zu verfachten. Jack hat sich fein gemacht, erwartet er doch auch schon die Journaille, aber als der Sheriff im Keller, wo das tote Vieh deponiert sein soll, findet er nischewo. Jack ist begreiflicherweise etwas überrascht und sieht gleich selber nach. Er wird auch fündig, denn das Monster ist natürlich nicht tot, sondern attackiert Jack. Justament, als das Monster am verdutzten Sheriff vorbei in die Wälder flieht, tauchen auch Lisa und Carter auf und setzten ihre Suche vor Ort fort.

Dabei stolpern sie auf den nächsten exzentrischen Charakter, einen Kerl, der sich durch Mülltonnen wühlt. Man lässt ihn nach kurzer KOMEDY links liegen. Der Mülleimermann findet (in der witzigsten Szene) im Müll ein E.T.-Poster und hängt es ordentlich auf. Unser Monster findet das weniger witzig, killt den Müllkruscher und stampft dann noch etwas demonstrativ auf dem Poster hrum.

Lisa bringt Carter auf die Monsterspur, in der Nähe gibt´s ein leerstehendes Haus, vielleicht sollte man da mal nachsehen. Gesagt, getan, und dort ist auch schon Reger mit einem Haufen Men In Black und schwerer Bewaffnung. Wir werden noch kurz darüber gebrieft, das Reger einen amtlichen Sprung in der Schüssel hat und im Vietnamkrieg Frauen und Kinder hingemetzelt hat, dann macht man sich auf die Suche, wobei Lisa mit einem MIB zurückbleiben soll. Reger und Carter bilden ein Suchteam, zwei MIB das andere. Letztere sind schnell vom Monster hingemeuchelt, während Reger und Carter endlich ihren Egoclash ausfechten. Als Reger bei einem Versuch, das Monster zu erschiessen, beinahe Carter durchsiebt, können die beiden auch endlich in den langerwarteten (ähem) Faustkampf ausbrechen, für dessen Darbietung sich jeder WWF-Jobber furchtbar schämen würde (selten wurden grössere Luftlöcher geschlagen). Mitten in die Balgerei springt ein Monster-Ableger Reger an und killt ihn. Auch Carter wird von einem solchen Sprössling attackiert, er kann den seinen jedoch erschiessen und endlich das Monster konfrontieren. Das parkt sich unglückseligerweise vor einem Sicherungskasten, Carter feuert seine Wumme ab, der Rückstoss befördert das Vieh direkt in den Stromkreislauf und es gibt Monster a lá electrocutée.

Carter eilt zu Lisa, die sich gerade über den ihr zugeteilten MIB beugt. Letzterer ist per Genickbruch aus dem Leben geschieden, wie Lisa mitteilt. Auf die verständliche Frage, wie das passieren konnte, setzt Lisa zur grossen Enthüllung an. Lisa ist von den Bewohnern ihres Planeten abkommandiert worden, um die neue Kampfeinheit im Einsatz zu überwachen und demaskiert sich dabei, unter der attraktiven menschlichen Hülle verbirgt sich ein gar schleimig-schreckliches und dabei blöde kicherndes Alien. Carter reagiert mit dem einzig denkbaren Satz: „Ich glaub, ich spinne“. Dann ruft jemand „Schnitt – das wars!“

Während der Credits gibt es dann noch ziemlich witzige Outtakes vom Dreh, die sich meistens um die Schusseligkeit der Darsteller drehen, ihre Texte behalten zu können.

Ruft man sich ins Gedächtnis, dass BIOHAZARD zu den Filmen gehört, auf die Fred Olen Ray seinen (zweifelhaften) Ruf gründet, fällt einem spontan wieder ein, dass Ray wohl niemals einen Oscar gewinnen wird. BIOHAZARD ist natürlich Schund, aber einer von der sympathischen Sorte Schundfilme, die niemals etwas anderes behaupten. Und – nicht nur durch die Outtakes belegt – der Streifen nimmt sich niemals zu ernst, ist also schon fast eine beabsichtigte Parodie. Respektiert man diese Voraussetzung, bringt BIOHAZARD ein gerüttelt Mass an Spass. Klar sind alle Schauspieler, sofern man diese Bezeichnung gebrauchen darf, schlechter als die Polizei erlaubt (und das schliesst mit Aldo Ray und Angelique Pettyjohn die beiden ein, die so etwas wie eine echte Karriere haben), natürlich wirken alle Sets gnadenlos billig, natürlich entbehrt das Drehbuch jeglicher Logik und interner Konsistenz, und natürlich wirkt das Monster nicht wirklich erschreckend (schon mal darum, da es ungefähr 1,30 m gross ist und von Rays damals sechsjährigem Sohn gespielt wird – zehn Jahre später schlüpfte Chris Ray nochmal für das Sequel BIOHAZARD: THE ALIEN FACTOR (dt. BIO-CREATURE) in das Monsterkostüm), obwohl der Monster Suit an sich gar nicht so schlecht aussieht.

Die diversen Flaws des Drehbuchs aufzulisten, würde hier mehrere Bildschirmseiten füllen – manchmal hat man das Gefühl, als hätte so etwas wie ein wirkliches Shooting Script nie bestanden, sondern vielmehr, als hätte man sich vor einem launigen Party-Wochenende auf en-zwei Grundsettings geeinigt, dann ausgekuckt, an welche Locations man billig herankommt und dann einfach so drum-rum gespielt. Wo die Laufzeit etwas gestreckt werden musste, füllt man mit minutenlangen Fahr-Sequenzen oder meist eher unkomischen Comedy-Einlagen auf, that´s Ray at his best. Die völlige Abwesenheit von Spannung oder auch nur Ansätzen von Suspense verwundert dann auch schon niemanden mehr.

Dazu passt dann auch, dass die Bildqualität der deutschen DVD ziemlich milchig ist und Szenen in Dunkelheit meist recht undurchschaubar bleiben – aber wenn man weiss, dass BIOHAZARD wie nahezu alle Ray-Filme mit einem Schnürsenkel-Budget gefilmt wurde, ahnt man, dass auch das Equipment vermutlich nicht das beste war (einige von Rays späteren Efforts, vor allem die, die Roger Corman produzierte, sehen vom Filmmaterial her deutlich besser und professioneller aus, die Hanebüchenheit des Inhalts allerdings konnte auch das nicht ändern, siehe DINOSAUR ISLAND oder ATTACK OF THE 60-FOOT-CENTERFOLD). Aber, man merkt, Ray und sein Team hatten beim Dreh eine Menge Spass und ist man geneigt, in die Tiefen der Badmovie-Abgründe abzutauchen, überträgt sich eine ganze Menge davon auf den Zuschauer.

Zu den Darstellern: Angelique Pettyjohn, deren grösste Ruhmestat vermutlich eine Gastrolle in der Original-STAR TREK-Serie darstellt, wurschtelte sich im Lauf ihrer Karriere auch durch diverse Sexfilme (auch Hardcore, wenn man einigen Quellen glauben kann) und gibt hier eine ziemlich peinliche Performance. Ihr Herumgefuchtel mit den Händen, um gewichtige Aussagen (vor allem zu Beginn des Films) zu unterstreichen, sollte man gesehen haben, seit klassischen Stummfilmzeiten (oder frühen GZSZ-Folgen) nicht mehr in dieser Vollendung dargeboten…

Big Name Aldo Ray (den´s gegen Abenddämmerung seiner Karriere vor nix mehr grauste, u.a. war er auch durchaus bereit, für Ed Wood vor der Kamera zu stehen – leider kam da Woods vorzeitiges Ableben dazwischen) kämpft einen verzweifelten und nahezu aussichtslosen Kampf mit dem Text, leider verabschiedet sich sein Charakter schon nach etwa einem Drittel Filmlaufzeit, hätte gern mehr von ihm gesehen.

Die weiteren Cast-Mitglieder, darunter Early-Ray-Regular Hench (STAR SLAMMER) als Roger/Reger, agieren ungefähr so lebendig wie tausendjährige Eichen (die grausige Synchronisation tut natürlich ihren Beitrag leisten), andere Ray-Stammgäste wie Ross Hagen oder David Carradine hätten hier schon zur Verbesserung beitragen können.

Aber sei´s drum… BIOHAZARD ist ehrlicher Schund von der good-natured Sorte – niemand hatte grössere Ambitionen, als beim Dreh seinen Spass zu haben, das kommt rüber, der parodistisch-anarchistische Ansatz hilft dem Film über einige Längen und der Badmovie-Nitpicker hat gewiss für repeated viewings Stoff zum Ablästern bzw -lachen. Ich empfehle den Film aus tiefstem Herzen jedem Trashfreund, gerne auch als Einstiegsdroge in das Wunderland der Fred-Olen-Ray-Filme – wenn man den überlebt, ist man auch für weiteres gerüstet! Da die deutschsprachige DVD (leider in einer um Gore-Passagen gekürzten FSK-16er-Fassung) für den sprichwörtlichen Appel und ´n Ei im Handel ist, steht dem Trashfilmvergnügen eigentlich recht wenig entgegen.

(c) 2001 Dr. Acula


BOMBEN-Skala: 8

BIER-Skala: 7


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