Karate Warrior 2


  • Deutscher Titel: Karate Warrior 2
  • Original-Titel: Il ragazzo dal Kimono d'oro 2
  • Alternative Titel: Karate Warrior 2 - Blood Tiger
  • Regie: Larry Ludman (=Fabrizio de Angelis)
  • Land: Italien
  • Jahr: 1988
  • Darsteller:

    Anthony Scott (Kim Rossi Stuart)
    Patty (Amy Baxter)
    Kimura (Ken Watanabe)
    Christopher Alan
    David Haynes
    Brian Guerreri
    Ted Pryor


Vorwort:

Italo-Schotter hatten wir ja schon länger nicht mehr hier, muss aber hin und wieder mal sein und wenn die Kollegen Lenzi, Fulci, Bava & Co. gerade keins ihrer Werke persönlich bei mir abgeliefert haben, muss man halt mit der zweiten Liga italienischer Filmverbrecher Vorlieb nehmen (erks… als ob´s bei denen ´ne erste Liga gäbe…). Fabrizio de Angelis nennt sich zwengs der besseren Vermarktung seiner Machwerke im internationalen Raum Larry Ludman (das klingt fast genauso „toll“ wie Lenzis „Humphrey Humbert“-Pseudonym. Kann den Kerlen nicht mal einer ein paar anständige englische Namen beibringen? Joe Smith oder so?).

Der gute Fabrizio kann in Sachen Produktivität mit seinen bekannteren Kollegen nicht mithalten, gut, er ist auch eher ein Spätseinsteiger… das, was man in Ermangelung eines besseren Wortes gutwillig mal „Popularität“ nennen will, schuf er sich mit der insgesamt sechsteiligen Karate Warrior-Serie, die zwischen 1987 und 1993 entstand und natürlich, da eigene kreative Ideen anscheinend im Stiefel-Staat unter Generalverdacht steht, nix anderes als ein billiger Rip-off der Karate Kid-Reihe (die ab Teil 2 ja nun auch nur noch als Selbstparodie geniessbar ist… aber was will einer wie Ralph Macchio halt sonst machen…). Italienische Karate-Filme zählten nie zu meinen bevorzugten timewastern, abgesehen davon hatte unsereins schon mit den ca. zwei Millionen Karate Tiger-Filmen genug zu tun, daher hab ich bis heute, Friede meiner Seele, keinen einzigen der Karate Warrior-Streifen gesehen. Nun gut, wer sich freiwillig Albert-Pyun-Filme kauft und die gar nicht mal so schlimm findet, dem ist eh nicht mehr zu helfen und der kann sich dann seine Restintelligenz auch mit Italoschmodder knicken lassen…

Inhalt:

Je nach Standpunkt kann man es erfreulich oder ärgerlich finden, dass Karate Warrior 2 mehr oder weniger voraussetzt, dass man den ersten Teil gesehen hat – also keine ellenlange Flashback-Montage, die den ersten Film noch mal nacherzählt, aber dafür auch keine Backgroundinformationen – der Herr Produzent (identisch mit dem Herrn Regisseur und dem Herrn Co-Drehbuchautor) hängt offenbar der – wahrscheinlich zutreffenden – These nach, dass kein Mensch sich den zweiten Teil eines Films ausleihen wird (geschweige denn ins Kino gehen), von dem er den ersten Teil nicht gesehen hat (im Umkehrschluss stellt sich allerdings die Frage, wie viele Personen, die den ersten Teil gesehen haben, freiwillig in den zweiten investierten…). Also belassen wir es mit ein paar kurzen idyllischen Einstellungen von Anthony, so heisst unser Teenie-Hero und seinem Meister Kimura in dessen heimeligen Sumpf (ein paar Reviewer fühlten sich an Yodas Dagobah-Heim erinnert – ich assoziierte dies von Haus aus nicht [wie käme ich dazu, ein Heiligtum wie The Empire Strikes Back] mit Karate Warrior 2 auch nur mental zu vergleichen?], aber man kann drauf kommen, doch). Das dauert aber nur ein paar Sekunden, dann sehen wir Anthony beim Work-out auf seinem schicken Segelboot im Hafen von Maimi und bei einem Telefonat mit seiner Freundin Jenny, die er wohl aus purer Vergesslichkeit (pre-occupied wegen eigenem Geburtstag, Egoist, elender… weiss doch jeder, dass den Weibern solche Nichtigkeiten wurscht sind) versetzt hat – mit diesem Telefonat verabschiedet sich die ungesehene Jenny aus der Handlung (jetzt wär´s mal interessant zu wissen, ob´s die im ersten Teil gab), um Platz für die zukünftige love interest unseres Helden zu machen.

Bis dahin dauert´s aber noch a bissl, denn Anthony muss erst mal zu seinen Grosseltern wg. Geburtstag usw. Auf dem Weg dorthin (sportlich auf´m Drahtesel) fährt der aufmerksame Karateka zwei ältere Herrschaften nebst Einkäufen über´n Haufen und verschmutzt noch die Nobelkalesche zweier Yuppies, die sich selbiges nicht bieten lassen wollen und zur Verfolgung blasen. Anthony versteckt sich clever hinter Büschen und kann den Yuppies noch ein flockiges Grinsen hinwerfen, als diese von einem humorlosen Polizisten wegen Speedings aufgehalten werden. Uns´ Anthony wächst mir jetzt schon ans Herz.

Oma und Opa residieren in einer big-ass-Villa mit einem mittleren Dschungel als Vorgarten (also, immerhin erfüllt Anthony schon mal nicht das Klischee „armer Schlucker“) und spendieren ihrem Lieblingsenkel im Rahmen einer gar entzückenden Familien-Überraschungsfeier (die ganze Baggage ist angereist) ein paar Autoschlüssel (höchst gesundheitsgefährdend in das Stück Geburtstagstorte eingebacken – wenn da jemand grossen Hunger hat, kann so was übel und in der Notaufnahme enden…). Diese gehören zu dem eigentlichen Geschenk – einem Schlampenschlepper in Form eines Alfa Spider. Anthony versteht sichtlich nix von Automobilen und ist schier aus dem Häuschen (der Jung sollte sich mal das Lied von Hans Söllner anhören, dann wüsste er, dass man als verantwortungsbewusster Autofahrer und Tussenaufreisser von, hüstel, italienischer Wertarbeit wie dieser sämtliche vorhandene Finger lassen sollte) – er bricht zu einer sofortigen Probefahrt aus.

Dümmlicher Schnitt lässt uns zunächst vermuten, dass diese etwas ausgiebiger ausfällt, doch in Wahrheit ist Anthony nun schon auf dem Weg ins neue College nach Tampa (bildungstechnisch der Nabel der Welt, wa? Und seinerzeit hatten die noch nicht mal vernünftige Profi-Sportteams dort). Auf der Landstrasse steht bzw. fährt ihm ein böses schwarzes Auto mit hübschem Tiger-Airbrush auf der Motorhaube im Weg rum und lässt sich auch durch energische Huperei nicht zu flotterer Gangart bewegen. Anthony greift zur Selbsthilfe und zum Überholmanöver trotz doppelt durchgezogener Mittellinie (das wird mal wieder teuer). Überholt werden finden die Insassen der Tiger-Karre, eine lokale Jugendschlägervereinigung namens „Tigers“ (hach, wie originell), ersichtlich unchefmässig und schreiten zu sofortiger Satisfaktion in Form eines Rennens (angefeuert von ihren dummen Schicksen auf´m Rücksitz). Anthony ist dusslig genug, sich darauf einzulassen und ja nicht versehentlich aufs Bremspedal zu treten – nicht mal, als die bösen Tiger mit gezielten Ramm-Manövern beginnen (sollte doch was dran sein, dass Kampfsportler nix in der Birne haben?). Ende vom Lied: Anthony zieht den Kürzeren und geht mit samt seinem Spider fliegen, und zwar in einen Sumpf. Blubb. Immerhin wäre damit die der italienische Chartstürmer der Pannenstatistik ordnungsgemäss entsorgt. Ein Sumpfboot-Fahrer „rettet“ unseren unglücklich in seinem abgesoffenen Auto stehenden Heros und setzt ihn an einer Tanke ab.

Dort erhascht sich Anthony eine Mitfahrgelegenheit beim Käfer-pilotierenden Luke – der mag wg. der allgemeinen Gefährlichkeit zwar fremde Leute nicht wirklich mitnehmen, aber Anthony bittet und bettelt lang genug, bis Luke unter einer Bedingung einverstanden ist: „Du musst mein Freund werden!“ Eh. An Anthonys Stelle würd ich vielleicht doch auf das nächste Auto warten – vielleicht ist Luke schwul und sucht Anschluss (wie üblich – no offense intended). Luke brieft Anthony auf der Fahrt über die Tampaer Verhältnisse – eigentlich alles nett, easy und flockig, nur mit den Tigers, einer Band „krimineller Karatefreaks“ solle man sich lieber nicht anlegen. Zu spät, dang. Luke hat sich während der kurzen Fahrt offenbar schon schwer in Anthony verliebt und offeriert dem Zugereisten, doch gleich bei ihm einzuziehen – in der Familienvilla fühlt sich Luke heftigst alleingelassen (seine Mama ist stinkreiche Bestsellerautorin – hm, wie wär´s mal zur Abwechslung mit einer Identifikationsfigur?) und Gesellschaft fänd er cool. Anthony okayed, spottet dann aber am Strassenrand das Gefährt der Alfa-versenkenden Fieslinge und drängt auf ein klärendes Gespräch mit dem Oberhaupt der Bande, was Luke für keine töfte Idee hält. „Du hast zu viel Angst,“ meint Anthony und entert die Karateschule, die als informelles Hauptquartier der Tigers gilt. Zwar erkennt Fachmann Anthony, dass einige der dortigen Eleven einen „guten Stil“ haben, aber Dick, den Tigers-Chef, findet er nicht – der hängt nämlich, being evil and stuff, in der Stammkneipe der Bande rum, und das ist – festhalten – eine Fruchtshake-Bar. Mann, ich piss mich an – gegen diese Kerle ist Bussi Bär ein Superschurke. Anthony fordert entschlossen Schadenersatz für den erlegten Alfa ein, was Dick für einen ziemlich guten Witz hält und zwei seiner Schergen auffordert, den aufdringlichen Typen aus der Bar zu subtrahieren. Eineinhalb lahme Tritte später sind die Jungs zu Boden gegangen und Dick auf der Palme – er fordert einen Zweikampf, aber Anthony, vom weisen asiatischen Mentor zur Gewaltlosigkeit erzogen, lehnt ab, sondern gibt dem Bösmann nur seine Adresse, um dorthin einen Scheck zu schicken (urks – clever, Anthony, gleich dem Erzfeind verraten, wo man wohnt… was sagt Luke dazu?). Dick stösst ein paar generische Drohungen aus und Patty, his trophy girlfriend, findet Anthony a) süss und ist b) von dessen forscher Art recht angetan.

Dito Luke, als man bei ihm zuhause eintrifft (verblüffenderweise kullern Anthony fast die Augen ob der Villa raus, obgleich die erheblich weniger impressiv ist als die seiner Grosseltern). Deshalb: Celebrations with Champagne and Kaviar (weil nix anderes im Haus ist, verdammte Luxusprobleme). Anthony findet in der Küchenschublade eine Wumme, die Lukes Vater (in Vietnam verröchelt) gehört (Plotpunkt ins Nirgendwo). Nach einigen Pullen Schampus versinkt Luke im Selbstmitleid: „Ich würde ja wegziehen, aber das würde keiner bemerken.“ Der Jung hat ein leichtes Problem mit seinem Selbstwertgefühl, sach´ ich ma. Ausserdem macht er Anthony noch mit dem Brauch bekannt, nach dem Trunk die Gläser in den Kamin zu feuern: „Wenn jemand aus deinem Glas trinkt, raubt er dir dein Glück“ (sinngemäss). Hm, bei dem anzunehmenden Gläserverschleiss MUSS Mama schon ein paar Bestseller schreiben…

Am nächsten Tag beginnt für Anthony das harte College-Leben, und zwar erst mal mit einem Streich seitens Pattys, die ihn anstelle ins Einschreibe-Büro direkt auf das Mädchenklo lotst. Nach diesem leidlich erheiternden Fauxpas rumpelt Anthony direkt in den Rektor, der auf Disziplin und wohl auf sportliche Fitness wert legt, dieweil Anthony lernt, dass sein Paps dereinst eben dies College besuchte… und das finden auch die Tigers raus, die komplett ebenfalls diese Lerneinrichtung besuchen (albeit die grösstenteils so wirken, als hätten sie mit dem „abc“ und dem kleinen Einmaleins die Grenzen ihrer zelebralen Belastbarkeit erreicht), und nicht nur das – Anthonys Vater war dafür verantwortlich, dass Dicks Vater vor 23 Jahren von der Schule gekickt wurde! Im Zusammenspiel mit dem Fruchtshake-Bar-Encounter schreit dies nach sofortiger Blutrache. Gelegenheit bietet sich umgehend – Dick versucht Anthony mit Sprüchen wie „aus Miami kommen nur Nigger und Homos – zu welcher Sorte gehörst du?“ (hm, Dick sollte sich wohl ´ne Brille zulegen… wie´n „Nigger“ sieht Tony ja nu wirklich nicht aus). Nun gut, die Tigers einigen sich auf „schwuler Feigling“ (aha, ein paar sind also nicht farbenblind) und fordern Anthony zum Kampf. Der (wir wissen, peace-loving and stuff) weigert sich, muss sich als Abkömmling eines „Bullenspitzels“ beschimpfen lassen und entzieht sich dem sich androhenden Melee durch Flucht, die aber in einer Sackgasse endet – blöd, wenn man als Newbie die Örtlichkeiten noch nicht kennt. Die Tigers verdreschen unseren Helden, der sich, edelmütig und weise, nicht dagegen wehrt (jaja, asiatische Weisheit usw. schön und gut, aber wenn sechs Mann auf mich losgehen und ich Karate kann… würd´ ich doch wohl auch´n bissl austeilen).

Leicht lädiert kann Anthony später Luke erklären, warum Dick & Co. so extrem sauer auf ihn sind – Anthonys Vater war dereinst einem von Dicks Paps sympathischerweise einer Vergewaltigung unterzogenem Mädel zur Hilfe gesprungen, was den Schulverweis für Dicks Erzeuger zur Folge gehabt habe (mehr nicht? Sitten wie im alten Rom…). „Ich könnte ihn schlagen“, ist Anthony sich sicher, aber aufgrund seiner Ausbildung dürfe er sich nur im Rahmen eines sportlich fairen Wettkampfs prügeln. Luke möchte dies doch bitte arrangieren. Ausserdem wirft unser Recke ein paar wohlwollend prüfende Augen auf Patty, auch wenn Luke entschieden davon abrät: „Wenn Dick das rausfindet, bringt er dich um und mich auch, nur weil ich dich kenne.“ Tja, Luke, dumm gelaufen – falschen Freund ausgesucht. „Ich könnte sie benutzen,“ brummt Anthony (ein weiterer sehr sympathischer Charakterzug, aber irgendwie auch verständlich beim typischen italienischen Frauenbild). Anthony schleppt also mit Lukes VW Käfer Patty zu einem kleinen spontanen Date ab (tja, dafür wäre der Schlampenschlepper nu wieder praktischer gewesen) und schlägt Freundschaft vor. Auch Patty weist auf den Umstand hin, Dick zu gehören (die Emanzipation hat sich sichtlich bis 1988 noch nicht bis Tampa durchgesprochen), also wechselt Anthony das Thema und spricht seine Herausforderung an. Patty glaubt allerdings, dass Dick und seine Gang niemals einem fairen Kampf zustimmen würden: „Sie akzeptieren nur ihre eigenen Regeln“. Haben Schlägertypen so an sich.

Luke überbringt dieweil die Herausforderung, sich einem öffentlichen fairen Wettstreit in der College-Aula zu stellen, was Dick natürlich rundheraus ablehnt – bis ihm eine der Tigers-Schnallen verklickert, dass Patty mit Anthony gesichtet wurde. Dabei tut die eigentlich alles, um Anthony klarzumachen, dass sie ihn (aus vermutlich egoistischen Sicherheitsgründen) nicht wiedersehen will. Die Verabschiedung vor Pattys Haustür beobachten die Tigers und Dick macht seine Mieze ordentlich zur Sau, schimpft sie eine verlogene Nutte, verkündet einseitig die fristlose Kündigung der Beziehung und tut noch so, als würde er seinen Jungs ein bisschen rauhen Spass gönnen.

Anthony und Luke grübeln indes, wie man die Tigers daran hindern könnte, den Kampf unfair zu gestalten – je mehr Zuschauer, desto weniger Möglichkeiten zu illegalen Eingriffen, lautet das Ergebnis des Brainstormings, und, plot convenience galore, Luke kennt einen Radio-DJ, der Dick nicht leiden kann und prompt den „Kampf des Jahres“ fleissig annonciert. Die Aussicht auf viele viele Spectators wurmt die Tigers, die sich ebenfalls die Rechnung aufgemacht haben, vor vielen Zeugen weniger gute Karten zu haben und der nicht wirklich siegeszuversichtliche Dick meint eh schon, kein besonders gewinnversprechendes Blatt auf der Hand zu haben. Zum Glück fällt Tiger-Billy da doch noch ein fieser Trick ein – man wird Anthony den abgetakelten Hausmeister Joey als Betreuer zuschanzen und der hat immer Geldsorgen… wenn Joey mit einem chloroformgetränkten Handtuch arbeitet, sollte das Anthony ausschalten (was für ein genialer Plan… haut ihm doch lieber vor´m Kampf was auf die Rübe, damit er gar nicht antreten kann! Für Leute, die sich nicht „an die Regeln“ halten, sind die Tigers wirklich ne ziemliche Nulpencombo).

Kampfabend – die Aula zeigt sich gut gefüllt (das scheint wirklich DAS gesellschaftliche Highlight Tampas zu sein… da ist wohl in der Tat nicht viel los) und Anthony legt zur Feier des Tages seinen goldenen Kimono an (bzw. das, was sich ein italienischer Dünnbrettbohrer unter einem Kimono vorstellt… eine Karate-Robe halt, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Japaner eine solche nicht „Kimonö nennt). Seltsamerweise ist das Auditorium zu 99% im Dick-Fanclub (dafür, dass der Kerl angeblich die Stadt terrorisiert und allgemein unbeliebt ist, hat er eine ganze Menge Anhänger) und wedelt mit US-Fähnchen (???). In der ersten Runde verzeichnet Anthony zwei klare Wirkungstreffer und geht damit mit 2:0 in Führung (es wird nach ordinärem Punktesystem gezählt). In der Pause (drei Runden a´ 2 Minuten sind vorgesehen… ein wahrer Event) betupft Joey (der wenig vertrauenserweckend aussieht) Anthony mit dem Chloroformlappen und in der Tat wird unser taffer Held ein wenig dizzy, seine Aktionen unkontrolliert und Dick kann ausgleichen. Luke bedrängt den lädierten Anthony, das Handtuch zu werfen, aber der ehlenwelte Kalateka muss die Sache natürlich zu Ende bringen – in der dritten Runde wischt Dick mit dem erneut chloroformierten Anthony erwartungsgemäss den Boden auf, bis dieser sich an die Lektionen seines sensei erinnert und seinen Spezial-finishing-move auspackt, den „Schlag des Drachen“ (die Dinger hatten auch schon mal originellere Namen), der per flashback eingespielt bei korrekter Anwendung sogar ein paar crackle-blitz-Spezialeffekte auslöst und laut Kimura „tödlich“ ist und nur bei akuter Gefahr für Leib und Leben ausgepackt werden darf. Man kann darüber streiten, ob eine solche tatsächlich vorliegt, aber Anthony juckt das nicht, er bringt den (reichlich unspektakulären) Schlag an und Dick fällt wie der bewusste gefällte Baum blitzartig zu Boden und wird ausgezählt. Totaler Triumph für die Guten (und immerhin ein break-of-cliche´, normalerweise steckt der Held eines solchen Mittels im ersten Kampf ´ne Niederlage ein, um dann unter weiser Anleitung zu trainieren und im Rückkampf zu siegen, aber das haben wir wohl schon im ersten Teil so gehabt und „Larry Ludman“ wollte sein Publikum überraschen).

40 Stunden später (!) erwacht Anthony aus seinem Erschöpfungsschlaf – Dick ist seit der vernichtenden Niederlage abgetaucht, was Anthony zum Anlass nimmt, Patty weiter anzubaggern (hm, ist das nun noch „Benutzung“ oder schon „Liebe“?) – Patty will aber nix von ihm wissen und rät ihm, sich schleunigst zu verpissen. Die Tigers sinnen indes auf blutige und grausame Rache und Dick hat auch schon eine Idee – Billy soll den wg. Drogenbesitzes in Ungnade gefallenen, verknackten und erst seit kurzem wieder freifüssigen Ex-Karatechamp Mark Sanders anheuern, damit der, für schlappe 5000 Dollar, Anthony im Rahmen eines fairen sportlichen Kampfes über den Jordan schickt (Tong Po ist wohl grad im Urlaub). Während Anthony hartnäckig um Patty wirbt und diese sich einwickeln lässt, treibt Billy den Ex-Knacki auf und da der, wie´s der Deibel so will, erstens Kohle gut gebrauchen kann und zweitens der höchstselbstpersönliche Gründer der Tigers-Gang ist, willigt er in das Mordkomplott ein.

Ausbaden muss das zunächst mal Luke, dem Sanders unmissverständlich zu verstehen gibt, dass er um 22.00 Uhr beim „alten gelben Haus in Riverside“ (mal wieder ein „hm“, ist doch ´ne sehr präzise Anschrift) Anthony zu sprechen wünscht. Seiner Forderung verleiht er mit einem windschutzscheibespliltternden Kick Nachdruck (wusste immer, dass im VW Käfer noch kein Sicherheitsglas verbaut wurde). Anthony ist willig, obgleich ihm Luke Horrorstories über den „primitiven Neandertaler“ und das „blutrünstige Monster“ (gemeint ist natürlich Sanderes, obgleich mir echte von der Sorte mittlerweile wirklich lieber wären), auf die Nase bindet. Anthony ist aber nach seinem Sieg dem Rocky-III-Syndrom verfallen (man könnte sagen, er hat das „Auge des Tigers“ verloren) und ist sich arroganterweise sicher, sämtliche notwendigen Karate-Tricks zu beherrschen, um auch Neandertaler aufs Maul hauen zu können (er motiviert das mit some-sort-of-mythic-stuff wie „Ich hab das Gefühl, etwas noch mal erleben zu müssen“ – verdammt laue Ausrede, um – vermutlich – den ersten Teil zu rippen). Anthony showed also treudoof up und wird von Sanders ohne grosses Federlesen nach allen Regeln der Kunst zerlegt (ich dachte, es sollte ein „sportlicher Kampf“ sein??). Luke taucht auf und wedelt mit der Knarre rum (ah, kam die doch noch mal ins Spiel, hatte ich im Film glatt übersehen), bekommt aber auch ordentlich auf die Fresse. Plötzlich taucht auch noch Patty auf (is hier´n Klassentreffen oder was?) und zerrt Anthony in ihr Auto, doch der mag natürlich seinen treuen Gefährten nicht zurücklassen, was auch gut so ist, denn dem geht´s dreckig. Damit nun endgültig Vollversammlung herrscht, fahren nun auch noch Dick und seine Kumpane vor… Sanders hat den übel vermöbelten Luke am Schlawittchen und Dick unterbreitet nun seine Herausforderung – entweder tritt Anthony in 10 Tagen gegen Sanders an oder der spielt mit Lukes Genick Streichholz. Angeischts dieser demoralisierenden Sachlage bleibt Anthony nix anders übrig, als einzuwilligen, auch wenn Patty das für ziemlich dümmliches Macho-Gehabe hält – zwar kann sie wohl noch akzeptieren, dass Anthony um seines lieben Kumpels wegen eingewilligt hat, aber nicht, dass er, nachdem dies einigermassen zur Zufriedenheit geklärt wurde (und der nach seiner Mama winselnde Luke abambulanziert wurde), nicht die Cops einschaltet (und ehrlich gesagt… da geb ich ihr recht, aber das ist halt movie logic).

Anthony schreibt sich seinen Seelenfrust von der, eh, Seele, und lettert eine Entschuldigung, dass er nun doch kämpfen müsse, an seinen weisen Meister Kimura, bevor er Luke im Krankenhaus besucht – der liegt quasi in Ganzkörpergips, amüsiert sich aber mit den attraktiven Krankenschwestern. Ehe Anthony sich´s versieht, ist Kimura schon eingeflogen, hakt in dreissig Sekunden das Amüsemang „Kulturschock“ (you know, der glatzköpfige alte Knacker mit dem ZZ-Top-Bart, der sich in ein Badetuch eingewickelt hat, lernt im Eildurchlauf westlich-imperialistische Errungenschaften wie Street-Hookers kennen), will aber erst am nächsten Morgen mit Anthony über dessen Probleme quatschen – dabei sind´s nur noch zwei Tage bis zum Fight! Being wise and oriental and stuff verschmäht der (auch in Luke seiner Mama ihre Villa untergebrachte) Asiate auch das angebotene weiche Bettchen, sondern nächtigt auf dem Rasen vor der Tür.

Am nächsten Tag aber dann doch Start frei zu unserer offiziellen Trainings-Sequenz. Kimura ist schlechterdings entsetzt, dass sein Schüler so ziemlich alles vergessen hat: „Wir müssen ganz von vorn anfangen“ – ui, das wird zeitlich etwas eng. Kimuras Trainingsmethoden beschränken sich darauf, Anthony zum Üben in den Sumpf zu jagen (damit er seine Balanceakte vor hungrigen Alligatoren bzw. steifen Props derselben vollführen kann… sollte doch motivieren), in zu Meditation anzuhalten und typische asiatische-weise-Meister-Sprüche wie „Du musst deine Seele finden“, „öffne deinen Geist“, „vertraue der Macht, Luke“, eh, sorry, der war falsch, „der Verstand und der Geist lenken die Faust“ zu klopfen. ´n Motivations-Tape hätt´s auch getan, denk ich. Nachdem Anthony einen kompletten Tag und eine komplette Nacht meditiert hat und dann auch wieder in der Lage ist, vom Meister geworfene Melonen (?) abzuwehren, erklärt Kimura die Nachhilfe für offiziell erfolgreich beendet und den Schüler für kampftauglich. Hoffentlich war wenigstens das Flugticket von Japan nach Miami nicht teuer.

Am Kampfabend ist die Schulaula rappeldicke voll, es gibt nicht mal mehr Stehplätze, Condor überträgt das ganze wieder live im Rundfunk (damit´s Luke mithören kann und das übliche „ich bin sicher, er wird gewinnen“-Gefasel sülzen kann), die Tigers haben den Ring (jetzt gibt´s tatsächlich einen echten viereckigen Ring, nicht nur ein paar Matten wie beim Dick-vs-Anthony-Contest, und das Punktesystem ist auch ad acta gelegt, jetzt wird k.o. geschlagen) mit einem hübschen „Tigers 10th Anniversary“-Banner dekoriert (für eine lokale Kriminellengang haben die offenbar a- ein gutes Werbebudget und b- keine ernsthaften Probleme mit den Gesetzeshütern), und im Publikum sitzt auch der Karate-Landesmeister Billy Logan, der Sanders mit ein paar „Kämpfst-du-jetzt-gegen-Babies“-Sprüchen auf den Keks geht. Kimura erkundigt sich scheinheilig bei Patty, mittlerweile offiziell Anthonys Gspusi, nach den Wettquoten, die bei 20:1 gegen Anthony stehen. „Ich hätte mehr gedacht,“ motiviert Kimura unseren Kämpen weiter – wer solche Meister hat, braucht keine Feinde mehr. Der Kampf beginnt und Sanders geht offensiv-agressiv an die Sache, während Anthony erstmal defensiv-abwartend, eh, abwartet. In der ersten Pause zeigt sich Anthony von der Stärke seines Kontrahenten beeindruckt (naja, immerhin war der Typ vor seiner Verknackung ungeschlagener Champ, muss also ein bissl was auf dem Kasten haben) und hegt erste Zweifel am siegreichen Ausgang des Kampfes. In der zweiten Runde hauen sich die Fighter ordentlich auf die Mütze und lassen Condor von „tödlichen Schlägen“ faseln, die sie angeblich austeilen (wenn die Schläge so tödlich wären, wär´s ein kurzer Kampf). Sanders greift zu schmutzigeren Kampftechniken, die ich weniger dem klassischen Karate als eher dem Vollkontaktkampfsport zuordnen würde (oder sind Ellbogen-Rammstösse im Karate erlaubt? Glaub´s eigentlich nicht, aber der Ringrichter lässt´s durchgehen). In der zweiten Pause verklickert Kimura seinem Schützling nochmals, dass er diesen Kampf gewinnen kann: „Er kämpft wie ein Feigling“ (naja, auch Feiglinge können jemanden k.o. schlagen) und empfiehlt die Anwendung des Drachenschlags (also, wie so´n richtig edler Weiser aus dem Morgenland wirkt Kimura für mich nicht…). In der dritten Runde prügelt Sanders Anthony aber zunächst mal munter durch den Ring, Anthony wird angezählt, erholt sich aber, kontert und bringt den Spezialschlag an – Sanders kippt aus den Latschen, wird ausgezählt, Anthony hat gewonnen, hurra. Billy Logan ist beeindruckt vom Finisher und meldet Lernwilligkeit hinsichtlich des Schlages an.

Im Locker Room wird gefeiert – Kimura verblüfft Anthony, Patty und uns mit dem „Geständnis“, seine gesammelten Ersparnisse (stolze 2500 Dollar) auf Anthony gewettet zu haben (was sicherlich im Einklang mit sämtlichen pseudomystischen Kampfsportphilosophien steht) und damit schlappe 50 Riesen gewonnen zu haben – und nun beabsichtigt, Anthony „zu lehren, wie man sich in diesem Land amüsiert“. Ein eher progressiver sensei, mein ich. Doch zuvor stürmt Dick mit einem Genossen in die Umkleide – da sein teuflischer Plan so schmählich gescheitert ist, will er nun auf die dreckige Tour umsteigen und droht, dass Anthony keinesfalls lebendig das Gemäuer verlassen werde. Das nervt Kimura, der die Fieslinge mit gezielten Handkantenschlägen an die Halsschlagader ausknipst (non-fatal, schliesslich ist er ein weiser sensei und friedliebend and stuff).

Dann kauft Kimura seinem Schüler noch ein neues Auto (und Kimura kennt sich besser mit Kraftfahrzeugen aus als Anthonys Sippschaft) – ein BMW-Cabrio (ob jetzt aber zum Verjuxen noch viel Kohle über bleibt??). Bevor unsere Helden in den Sonnenuntergang cruisen können, baut sich aber noch Billy Logan auf und offeriert Anthony einen shot auf einen Meisterschaftskampf (Sequel!)… Anthony verspricht, es sich zu überlegen. Roll Creds.
Bewertung

Wo ich recht hab, hab ich recht – Italo-Schmodder bleibt Italo-Schmodder. Karate Warrior 2 empfiehlt sich für die Klientel, denen Karate Kid zu kopflastig ist – ein ziemlich hirnloser Mix aus Teenie-Film und (lausigem) Kampfsport-Klopper, der nur im Volldelirium zu ertragen ist.

Das Script ist deppert, konfus und absolut humorresistent (trotz des ständigen Bemühens Lukes, sich als comic relief aufzudrängen) – ich will nicht wieder alles ausbreiten, was ich oben schon angesprochen hab (ich hab ja mal wieder mehr comments in die Inhaltsangabe reingeschrieben als sonst) und leidet vor allem darunter, dass Anthony ein ziemlich unerquicklicher Protagonist ist. Nicht nur taugt er kaum als Identifikationsfigur (warum sollte ich für einen sichtlich „spoiled“ upper class kid die Daumen drücken? Der Kerl ist mir nur unwesentlich sympathischer als Dick und rangiert damit noch knapp hinter Fussfäule in meiner persönlichen Beliebtheitsskale), er ist auch noch sturzdämlich (was ist nun mit seiner Philosophie der Gewaltlosigkeit? Wann gilt die und wann nicht?), sondern auch noch himmelschreiend arrogant und ein ziemlicher Bastard (dass Luke Leidtragender seiner persönlichen Fehde mit Dick werden könnet, geht ihm erst auf, als sein Kumpel schon halbtot im Krankenhaus liegt und seine Beziehung zu Patty – naja, „benutzt“ zu werden ist für die Tussen in Tampa wohl nix wesentlich neues, mich würd´ aber mal interessieren, was Jenny dazu sagt) – den Knaben hätt´ ich persönlich eher ungern zum Freund (geschlechtsunabhängig)…

Was auch nie wirklich klar wird, ist, inwiefern die Tigers die arme Stadt Tampa denn terrorisieren – die ganze Bande ist ungefähr so finster und evil wie Toastbrot und scheint ausser mit Luke, Anthony und Condor mit niemandem ernstlich ein Problem zu haben. Als erzschuftige Nemesis taugen die Jungs nicht wirklich was (und ihre bescheuerten Pläne tragen nicht dazu bei, sie gesteigert ernst zu nehmen… der Chloroform-Plan ist schon dämlich genug und sich darauf zu verlassen, dass Sanders Anthony im Ring killen kann, ist auch ein wenig gewagt). Gut, der Film richtet sich ersichtlich nicht nur an ein eher, eh, schlichtes, sondern auch an ein jugendliches Publikum (das den Streifen prompt in Tschörmonie dank FSK-18-Freigabe nicht sehen durfte, ich hab keine Ahnung, um was und wie viel die 16er-Kauffassung beschnippelt ist… mir fiel nichts besonderes auf) und bedient sich daher den komplexen Erzählstrukturen des ordinären Teeniefilms – wer also den ein oder anderen ernsthaften Martial-Arts-Film gesehen hat (und im Vergleich zu dem Schmonzes sind sämtliche Karate Tiger unter „ernsthafte Martial-Arts-Filme“ einzusortieren), wird erkennen, wie sehr man die eh schon arg simplifizierten Konventionen des Schlägerfilms noch weiter vereinfacht hat (es besteht natürlich auch die gute Möglichkeit, dass die Italiener es auch bei besserem Willen nicht, eh, „komplexer“ hingekriegt hätten).

„Larry Ludman“ Fabrizio de Angelis filmt das alles relativ routiniert, aber, wie bei Italo-Schmodder nicht anders zu erwarten, vollkommen unkreativ und uninspiriert runter – die wenigen Martial-Arts-Szenen, die sich der Film überhaupt gönnt (zweieinhalb) sind weder von der Choreographie (obwohl mit Jeff Moldovan ein halbwegs renommierter Stunt-Koordinator zur Verfügung stand) noch von der Inszenierung und Kameraführung her aufregend, um nicht zu sagen, eher langweilig gestaltet (okay, kann sein, dass da ein bissl was cut ist). Immerhin ist der Streifen kurzweilig genug, um nicht zum Einschlafen zu verleiten – nicht aufgrund der eigenen Qualitäten, sondern natürlich nur deswegen, weil man sich über die Blödsinnigkeiten des Drehbuchs und die Idiotie der Charaktere leidlich amüsieren kann (spätestens das relativ unmotivierte Auftauchen Kimuras für ein bissl prep-talk und Mystizismus ist den ein oder anderen Grinser wert). Auf der Scheusslichkeitsskala ganz weit vor liegt aber der hübsch-eklige 80er-Pop-Soundtrack, der exklusiv für diesen Film von einer Kapelle namens „Glasswork“ verbrochen wurde (ganz besonders das Stück, das über die end credits gelegt wurde, ist von einer solch bodenlosen Schlechtigkeit, dass man sich am liebsten die Trommelfelle mit ´ner Stricknadel durchstechen möchte).

Kim Stuart, der zumindest ein paar Folgen lang den Karate Warrior mimte (in späteren Installments scheint er nicht mehr von der Partie gewesen zu sein), ist dazu noch ein wahrer Antischauspieler, der mit einem debil-desinteressiert-dämlichen Gesichtsausdruck durch den Film rennt und dabei mehr wirkt wie ein Sonderschüler auf Urlaub (again: no offense intended) als wie ein lebendiger Charakter – in den Kampfszenen hält er sich einigermassen wacker. Amy Baxter als seine love interest ist recht hübsch, aber ebenfalls keine darstellerische Leuchte, wobei sie im Vergleich zu Kim Stuart allerdings wie Vanessa Redgrave persönlich wirkt. Den Rest des Ensembles kann ich aufgrund der unzureichenden Credits und der (zumindest mir) Unbekanntheit der Chargen nicht namentlich zuordnen – Dick ist ein reichlich unüberzeugender Schurke, dem jegliches Charisma abgeht und der nicht mal durch Overacting etwas aus seiner Rolle holen kann, Luke ein mächtig auf die Nüsse gehender Sidekick und der Rest der Truppe, inklusive Kimura, der nur für seine paar schwurbeligen Sprüche und zwei-drei miese Gags gebraucht wird, hat kaum genug zu tun, um überhaupt irgendwie aufzufallen…

Unters Volk gebracht wird der Streifen neuerdings von Schundfilm-Label CTI. Die Bildqualität der DVD ist grottig und wäre selbst für eine alte Videocassette noch unterdurchschnittlich – ein unscharfer, flirrender Minimal-Letterbox-Transfer von zweifelhafter Schärfe, besonders am Anfang sogar noch stark verschmutzt und insgesamt mächtig ramponiert. Der ausschliesslich auf deutsch gelieferte Dolby-2.0-Ton ist erträglich. Extras gibt´s keine, dafür wird der Film mal wieder hochprofessionell auf drei Titel verteilt, so dass es wieder zu den lästigen Hängern beim Titelwechsel kommt, eine bei CTI immer wieder anzutreffende Seuche.

Eigentlich hab ich mein Fazit schon mit dem ersten Satz in der Nachbetrachtung gezogen – Karate Warrior 2 ist ein echter Deppenfilm für debile Hinterwäldler, sofern man den Streifen ernstzunehmen beabsichtigt. Für die MST3K-Crowd, d.h. Leute, die sich über Scheissfilme amüsieren können, kann der Film zumindest einen Durchlauf wert sein – nicht richtig langweilig, aber in jeder Hinsicht doof und amateurhaft. Zum dauerhaften Verbleib in einer Sammlung ist Karate Warrior 2 aber nicht unterhaltsam genug…

(c) 2003 Dr. Acula


BOMBEN-Skala: 8

BIER-Skala: 4


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