Hellions


  • Deutscher Titel: Hellions
  • Original-Titel: Hellions
  •  
  • Regie: Bruce McDonald
  • Land: USA
  • Jahr: 2015
  • Darsteller:

    Robert Patrick


Vorwort:

Ausgerechnet an Halloween erfährt die 17-jährige Dora von ihrer äußerst ungewollten Schwangerschaft. Wie das renitente Goth-Teenager halt so handhaben, frisst sie die Nachricht erst mal in sich hinein und beschließt, den Abend mit ein paar Gruselfilmen im TV allein zu Hause zu verbringen. Das geht so lange gut, bis ein Rudel sehr sehr obskurer Trick-or-Treater auftaucht und relativ deutlich klar macht, dass sie nicht auf Süssigkeiten aus sind, sondern auf das, was Dora in sich trägt…

Inhalt:

Wieder mal ein Film, auf den ich durchaus gespannt war, im FFF-Programm, denn Bruce McDonalds vorhergehender Horrorfilm Pontypool war vielleicht nicht durchgängig geglückt, aber ein origineller und interessanter neuer Ansatz, an die Infizierten-/Zombie-Thematik heranzugehen. Da durfte man neugierig sein, wie McDonald seinen Halloween-Schwangerschafts-Horror gestaltet. Kurze Antwort: beschissen. Es spricht eh nicht für den Film, dass ich die Storyline tatsächlich nachschlagen musste, weil sie keinerlei bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hatte. Eingebrannt hatte sich lediglich die zunehmende Nervigkeit des Films, denn nach 20 recht konventionellen, aber zumindest auch nachvollziehbaren und einigermaßen erträglichen Minuten entscheidet sich Mr. McDonald dafür, von nun an KUNSCHT zu machen – womit „Hellions“ baden geht. Sei es das Sound Design, sei es die penetrante Rosafärbung der Szenen unter dem „Blutmond“, seien es halluzinatorische Sequenzen ohne Sinn und Verstand, alles, womit man dem Freund eines stringenten Narrativs eine ganz besondere Freude macht, schmeißt McDonald, aber augenscheinlich ohne ein echtes Konzept, dass über „lass Robert Patrick mit einer Schrotflinte durch eine psychedelische Horrorlandschaft latschen und irgendwelche Pseudodämonen totschießen“ hinausgeht. Womit ich das auch erwähnt hätte – Robert Patrick, der altehrüwrdige T-1000, der sich auch noch nie für eine Rolle zu schade war, stapft mit dem gleichen Unverständnis, mit dem ich dem ganzen Treiben gegenüberstehe, durch den Film und versucht, allein durch seine Präsenz den Genrezuschauer soweit zu besänftigen, damit der nicht die Sitzschale aus der Verankerung reißt und gen Leinwand dengelt.

Das alles soll, so schwurbeln Kritiker, die für ihre Zeilen vermutlich tatsächlich Geld bekommen, eine Metapher auf die „anxiety-riddled psyche of a young woman in trouble“ sein. Vielleicht ist es das ja auch, aber deswegen wird noch lange kein interessanter oder gar guter Film draus. Ist aber wohl wieder so ein Stück Film, das in Sundance oder beim SXSW euphorisch beklatscht wird.

Mehr lohnt es sich über „Hellions“ gar nicht zu sagen – das war ein totaler Fehlschuss ohne jegliche „redeeming values“. Wenn mir jemand meine „subjektive Realität“ zerfetzen soll, dann doch bitte Quentin Dupieux…

1/5
(c) 2015 Dr. Acula


mm
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