Clash of the Ninjas


  • Deutscher Titel: Clash of the Ninjas
  • Original-Titel: Clash of the Ninjas
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  • Regie: Godfrey Ho (als Wallace Chan)
  • Land: Hongkong/USA
  • Jahr: 1986
  • Darsteller:

    Louis Roth (Mr. Roy)
    Paulo Tocha (Tony)
    Eric Neff (Jack)
    Joe Redner (Mr. Foster)
    Eddie Chan
    Bernie Junker
    Max Kwan
    Klaus Mutter
    Tom Allen
    Stanley Tong


Vorwort:

Und am Ende kommt man doch wieder zu Filmark. Mann, ich habe mir echt vorgenommen, mal was anderes zu reviewen, z. B. SEX MADNESS oder REEFER MADNESS (ihr wisst schon, diese üblen „They-must-be-told“-Propagandafilme), oder von mir aus auch mal ‘n deutschen Amateur-Hobel (Taubert oder Schnaas würden mich mal reizen... [ja ja, mach dich nur unglücklich – manhunter]), aber irgendwie komme ich dann doch immer wieder auf dem Terrain an. Tja, kann man net viel machen, muss man halt durch, aber keine Bange, der Film ist es auf jeden Fall wert. Viele Worte zu verlieren brauche ich wohl nicht, ich sag nur Godfrey Ho, Louis Roth (ihr erinnert euch doch hoffentlich noch an THE VAMPIRE RAIDERS?) und natürlich NNNIIIINNNNNJJJJJJJAAAA!!!

Jo, viel mehr muss ich eigentlich gar nicht loswerden, nur eins vielleicht noch: da der Streifen undankbarer Weise offenbar nirgendwo auf der Welt als DVD zu haben ist, musste ich mir das Teil ganz altmodisch als VHS geben. Nicht, dass das grundsätzlich was Verkehrtes wäre, die alten Tapes haben schon noch einen gewissen Charme („Liebe Videofreunde, wir bitten Sie kurz um Ihre Aufmerksamkeit...“) – ja, wir verstehen uns –, ich musste dafür aber leider von meiner bisherigen Review-Methode abweichen, die darin besteht, den Film mindestens einmal komplett anzusehen, ihn dann bei der nächsten Ansicht immer wieder zu stoppen und die wichtigsten Punkte gleich rauszuschreiben (auch wenn die Methode ja laut Doc die langsamere sein soll, na ja, ich werd’s bald wissen). Stattdessen griff ich auf die good ol’ Notizen-Methode zurück. Es sind immerhin über 11 DIN A4-Seiten geworden, do legst di nieder. Ich hoffe nur, dass ich erstens mein Geschreibsel dann noch entziffern und zweitens irgendwie den Verlauf des Film rekonstruieren kann (wenn ich es nicht schaffe, dann ist das aber nicht unbedingt nur meine Schuld: wie es meistens ist, ergibt das Drehbuch in solchen Hobeln nur selten wirklich Sinn). Aber nun ohne weitere Umschweife zum Streifen selbst.

Inhalt:

Ein Oben-ohne-Typ wird von zwei Typen in Navy-Kleidung in Richtung eines OPs abgeführt. Mit seinem Kommentar dazu („Ich brauche keinen Doktor, ich bin gesund“) sind die beiden nicht wirklich einverstanden und überzeugen ihn davon, dass der schon einen solchen braucht, sprich, die verkloppen ihn auf Teufel komm raus und bringen ihn schlussendlich in den Operationssaal, wo der bärtige Doktor bereits auf ihn wartet (günstigerweise haben wir die Credits mal wieder über der Action-Handlung erleben dürfen, na ja, man darf keine Zeit verlieren). Oben-Ohne-Typ bekommt eine Narkose-Spritze verpasst und der „Chirurg“ schneidet ihm zwei Augen und die Zunge raus (hä???), diese wirft der in ein Glas mit irgendeiner Flüssigkeit. Stimmt, ihr habt richtig geraten, natürlich sollte uns diese Szene verdeutlichen, dass es sich im Folgenden um einen Organschmuggler-Ring drehen wird (nicht, dass das irgendwie gesteigerte Wichtigkeit hätte, aber irgendeinen Grund zum Kloppen brauchen wir ja dann doch noch irgendwie).

Da sehen wir auch schon die fiese Bande: ihr voran steht Mr. Roy, dargestellt von niemand geringerem als Louis Roth, hehe, der dann auch seinen Schergen die wichtigsten Anweisungen geben darf. Für seine Organe (also für die, die er verkauft jetzt) sind manche bereit, bis zu 200000 Dollar zu bezahlen (wobei ich mich allen Ernstes frage, welche Organe so viel Kohle einbringen sollen) und sogar „seriöse Geschäftsleute aus Mittelasien“ bezahlen viel Asche dafür [ganz zu schweigen von den unseriösen Postfilialen-Leitern aus Nordamerika – manhunter]. Aber zuerst zum Tagesgeschäft: ein Handlanger namens Tom soll ein Geschäft mit irgendwelchen US-Kunden abwickeln, wofür auch ein gewisser Henry zuständig ist (ich werd verrückt, Tao Chiang!). Tom soll vor allem „nur den Code benutzen“ (??) und jeden Kontakt mit Interpol vermeiden. Kann ja eigentlich gar nicht so schwer sein. Roy jedenfalls ist sich sicher, dass das Geschäft auf dem Weltmarkt der Knaller werden wird und außerdem „werden wir alle sehr reich, muar-har-har“ (na dann).

Doch da wird schon Alarm geschlagen (sprich eine rote Glühbirne darf auflodern) – Aufstand wird gemeldet. Roy weist über seinen Kommunikator (das extrem nach Kassenrekorder aussieht, aber wenigstens das Markenzeichen der Bande trägt – wenn ihr mich fragt, dann sieht das sehr stark nach dem Mitsubishi-Logo aus) einen gewissen Robert an, er solle doch gefälligst sämtliche Rebellen umlegen. Die Rebellen sind irgendwelche aufgescheuchten Typen in einem Lagerhaus, die anscheinend einen Gefängnisausbruch durchführen. (Nun offenbar Original Footage. Ja, was habt ihr denn gedacht, natürlich ist das wieder mal eine schöne Patchworkiade, oder wie man das „Aufwerten“ von altem Filmmaterial mit New Footage nennen soll.)
Hat Roy etwa auch ein eigenes Privatgefängnis? Sieht jedenfalls ganz danach aus. Wir werden also Zeuge davon, dass während einer Klopperei in besagtem Lagerhaus und noch mehr Action auf einem Feld, zwei Typen einen Stacheldraht durchzwicken und sich vom Acker machen. Offensichtlich wird Roy das zu bunt; er wirft sich in Schale (Ninja-Dress mit Mitsubishi-Zeichen) und stürzt sich ins Getümmel, sprich, er wirft wie wahnsinnig mit Shurikens um sich um liefert uns Swordsplay vom Allerbesten.

Derweil sind unsere Runaways an einem Fluss angekommen (es sind inzwischen drei Männer und eine Frau, fragt mich nicht, wo die nu wieder herkommen), aber der Duft der Freiheit weht nur kurze Zeit, die Brückenpatrouille hetzt die Hunde auf sie. Dennoch schaffen sie es, ein paar der Aufseher zu überwältigen und zu entkommen. Reife Leistung. Jetzt wird’s unübersichtlich. Wer da jetzt genau wie entkommt ist schwer zu sagen, auf jeden Fall zwei Typen und eine Frau, aber die zumindest wird keine Rolle mehr spielen; wie gesagt, das Setup klärt uns da nicht wirklich auf. Aber woran der Film keinen Zweifel lässt, ist, dass Roy munter wahllos irgendwelche Rebellen killt (tja, das Töten hat er offensichtlich noch nicht delegiert, aber wer könnte das auch besser als er selber?). Nach verrichteter Arbeit (sprich, er meint, alle Rebellen geplättet zu haben) widmet er sich einem Telefonat mit einem seiner Partner (also mal wieder die offizielle Mix-NF-OF-Szene), einem gewissen Quan, der sich in einem absolut stockdunklen Büro befindet (WTF!!!???). [Vielleicht nimmt er das mit den „dunklen Geschäften“ etwas zu wörtlich und… okay, ich bin schon ruhig – manhunter.]

Roy klärt ihn auf: „Die Schweine haben revoltiert“, aber: „Von den Rebellen gibt’s keine Überlebenden, nur noch verpackte Organe.“ Ah ja, dann weiß er also gar nix davon, dass ihm ein paar Dutzend Organträger abhanden gekommen sind. Das hält Quan nicht davon ab, sein Loblied auf Roy zu singen („Sie sind ein Genie Boss“), aber Roy ist trotz aller Euphorie skeptisch: Wenn es einen Überlebenden gegeben haben sollte, dann „stecken wir alle voll in der Scheiße.“ Also soll Quan erst mal die Leute (wen denn jetzt genau, bitteschön?) „überprüfen und eine Untersuchung organisieren, um die ‚undichte Stelle’ dingfest zu machen“ (ganz schlaue Idee).

Inzwischen wird auch endlich der Verbleib der beiden Überlebenden geklärt, die heuern so mir nichts dir nichts bei der Hongkonger Polizei an (!!!). Natürlich nur unter dem Vorbehalt: „Ein einziger Fehler und ihr fliegt sofort raus!“ (mich würde ja erst mal interessieren, wie sie überhaupt reinkommen [ich würd sagen, durch die Tür, aber das ist dort sicher schon Qualifikation genug – manhunter], doch ihr Boss, Mr. Tong, sieht das offenbar nicht so eng). Es folgt wieder eine Stelle, an der ich nicht wirklich durchblicke: Roy beobachtet tatenlos, wie zwischen einem Sonnenbrillenträger (Jimmy), dessen Begleitperson und ein paar anderen Heinzis eine wilde Prügelei entbrennt, in der prompt alle getötet werden, also alle außer Jimmy und seinem Sidekick. Jimmy ist natürlich ein fieser Fiesling, hat einen Laster mit arbeitssklavigen Girls beordert (nicht, dass der Film noch mal drauf eingehen würde) und hält es für das Beste, gleich mal an einem Typen ein Exempel zu statuieren (sprich, es gibt uffe Omme).
Wie auch immer. Jeder Fiesling muss halt was Fieses tun und jetzt war’s halt mal so weit, darüber müssen wir uns nicht weiter den Kopf zerbrechen. Jedenfalls bemerken die Hongkong-Bullen Tong und Mack (gelber Anzug) das von Jimmy und seinem Fahrer angerichtete Blutbad, gedenken aber nicht wirklich, deswegen irgendwelche größeren Schritte zu unternehmen.

So, nach der ganzen Verwirrung zur Abwechslung mal wieder was, was schon vorher angekündigt wurde, sprich, das Geschäft mit den Amerikanern. Dazu treffen sich ein gewisser David (der offenbar nur deswegen dabei sein darf, weil er in einem Al-Bundy-Lookalike-Contest gewonnen hat) und ein gewisser Foster, der von Tao Chiang die wichtigsten Instruktionen vor Ort bekommt, im Park und machen die Übergabe. Aber David wird von zwei Spacken verfolgt, einem Eddy-Murphy-Klon und einem Sly-Wannabe, der gar putzig aussieht mit seiner fetten Pornobrille. Die beiden Hanswursten sind, und jetzt Achtung, gut festhalten, von Interpol (argh!! Ich mach mich nass!!) und mischen sich in das Geschäft ein (Erkennungszeichen ist hier eine zerschnittene Spielkarte, am besten nicht nachfragen).
Jedenfalls darf jetzt wieder gekloppt werden. Sly (der uns später noch als Tony bekannt werden wird) schafft es schliesslich, David festzunehmen, Foster ereilt der Tod und Murphy darf sich im blauen Unterhemd mit Tao Chiang kloppen, wobei Murphy (trotz seines bescheuerten Outfits) wohl immer noch die beste Kampfesleistung bringt. Aber was bringt’s, der kann die Freude, Tao Chiang auf die Bretter zu schicken, gar nicht richtig auskosten, denn ein Black Ninja taucht aus dem Nichts auf und killt ihn mit seinem Blasrohr. Was folgt ist klar: er darf wieder in den Wald verschwinden, mit Pfeifen, hochgespeedetem Laufen und putzigen Jump-Cuts. Offenbar war es gar nicht Roy, sondern wieder nur einer seiner vielen rechten Hände, die auch einen Black-Ninja-Suit trägt. Der Typ macht im HQ Roy die Schwere der Lage klar und Roy gibt die Anweisung, alle Aktivitäten einzustellen (wie auch immer). Allerliebst übrigens die schönen Weihnachtssternchen, die sich Roy in sein Quartier gehängt hat, da wird einem direkt warm ums Herz (ui!).

Unterredung bei Interpol, sprich, Sly gibt den Hongkong-Bullen einen Crashkurs in Sachen Mafia: „Die Mafia ist ein weltweites Gangstersyndikat. Es stammt aus Sizilien!“, verkündet er ganz stolz (ah, ... Information!!!... gnarf...) und bittet sich jede Unterstützung aus Hongkong aus. Das sieht dann so aus, dass an irgendeiner Autobahnbrücke wahllos Autos angehalten werden, was aber nicht zum gewünschten Erfolg führt („wir haben bisher jeden Hans und Franz angehalten, aber bisher keine Spur“). Auch Mack weiß nicht so recht, wie er seinem Girl die Lage klar machen soll („Ein neuer Fall, ein spezieller.“ – „Was ist es, was ist speziell??“ – „Ein böser, ekliger Fall, frag nicht weiter.“), er sagt ihr nur, dass Interpol irgendwie in die Sache verwickelt ist (jaja, das wissen wir schon, kommt endlich mal zu Potte). Inzwischen haben sich aber die beiden Entlaufenen auf das Dach eines Hochhauses verschanzt. Aus dem „Labor“ sei man entkommen, aber man sei noch nicht sicher. Und einer der beiden bringt das auf den Punkt, was sich wohl allen vom Schicksal gebeutelten armen Würstchen-Nerds so durch den Kopf schwirrt: „Wenn ich gewusst hätte, was mich erwartet, wäre ich zu Hause geblieben.“ (Ich glaub, das geht jedem random movie victim mal durch den Kopf [wobei man vor schlechten Filmen zu Hause auch nicht in Sicherheit ist – manhunter].)
Aber es gibt doch einen, der es sich im trauten Heim gemütlich macht, Sly schaut nämlich mal wieder zu seiner süßen Freundin. Er steht mit Rosen vor ihrer Tür (ah, Charmeur alter Schule). Sie: „Seit wann bist du in Hongkong?“ – „Ein plötzlicher Auftrag und sofort dachte ich an dich.“ (Ich will mich ja nicht einmischen, aber glaubt denn das Girl tatsächlich, dass der Typ jedes Mal um den halben Erdball geflogen kommt, wenn’s ihn mal drückt? Ich hatte ja auch mal eine Fernbeziehung [ich war selbstverständlich treu], aber ob Sly das so genau nimmt?) Seine Fähigkeiten scheint er offensichtlich nicht verlernt zu haben. Zu wirklich allerübelster Pornomucke setzt er sich die schlimmste Pornobrille auf und klärt die letzten Details (Sie: „Wir haben uns ein Jahr lang nicht gesehen.“ – „Ach sei still.“ Ich sag’s doch, Charmeur alter Schule) und schon entbrennt eine Softcore-Szene, aber nicht, dass jetzt jemand meint, die würden dafür extra aus ihren Klamotten fahren oder so. Heftiges Gestöhne und unscharfe Kamera dürfen wir dann aber doch erleben, sehr witzig anzusehen das Ganze (wobei, die Sequenz ist nicht ganz so balla-balla wie die Softcore-Szene aus CRACKDOWN MISSION *freak*)

Wieder eine Unterredung Quan/Roy. Es sind „neue Schweine“ da (also gemeint sind wohl Opfer zum Organausschlachten), was Roy zwar für „guuuuuuuuut“ hält, aber die warten noch drauf, ausgeschlachtet zu werden („Soll ich sie Ihnen schicken, Boss?“ – „Nein, zur Zeit stecken wir in der Scheiße.“ – Ja, der Film wirft mit böser Sprache nur so um sich, da würde sogar Cartman nach Zensur brüllen).
Und die anderen beiden Knallköbbe müssen dringend noch ins Gras beißen. Das entspinnt sich dann in einer Szene, in der es mir wieder sehr schwer fällt, durchzublicken (wie gesagt, es liegt wohl vor allem am Film selber). Jedenfalls werden die beiden Runaways irgendeinem Onkel als Hilfsbedürftige vorgestellt.
Was das Nachfolgende jetzt mit dem Geschehen zu tun haben soll, verrate mir mal einer, jedenfalls laufen zwei asiatisch aussehende Typen ziel- und sinnlos über die Straße, bis sie einen Typ mit Sakko treffen, den sie für einen Pfarrer oder so was Ähnliches halten – WTF!!?? mal wieder. Der Typ sieht erstens Tom Cruise wie aus dem Gesicht geschnitten und hat zweitens tatsächlich ein Buch oder so was dabei, in dem sich keine weisen Verslein befinden, sondern eine Kette, mit welcher er die beiden killt –> zwei Bullen mischen sich ein, sodass sich Tom Cruise in einen Black Ninja (ein dritter ebensolcher in diesem Film also, wer soll da noch durchblicken?) mit zwei Sais (siehe Screenshot!), die auch noch Feuer spucken, verwandelt (Kommentar eines Bullen dazu: „Zauberei, sei vorsichtig!“). Einer der Bullen darf Feuer fangen, dann teleportiert sich der Black Ninja weg. Einfach so. Muss man nicht kapieren.

Generalstabssitzung der HK-Bullen. Die „Schweine“ sind immer noch flüchtig. Ein Teilnehmer kombiniert messerscharf: „Sie sind bestimmt noch irgendwo in Hongkong!“ (Ach, nein, wirklich??) Zu mir bekannter Mucke (Musik-Klau kommt wohl in jedem Genre-Bastard mindestens einmal vor) gibt’s ein Treffen zwischen Tong und Mr. Quan. Tong: „Wir haben einen internationalen Fall. Die Spuren führen hierher. Sehr gefährlich.“ – Gratulation, das dürfte wohl tatsächlich der einzige Film seiner Art sein, wo sich die Bullen tatsächlich einmal ohne Umschweife gleich auf den Richtigen stürzen. Dennoch würd’ mich mal interessieren, welche Spuren das überhaupt sein sollen. Haben sie etwa seine Leitung angezapft? Jedenfalls erwidert Quan mit unglaublichem Scharfsinn „Mr. Tong, das klingt ja sehr gefährlich.“ (Ach echt?? Alter, mach Sachen!! Arg!) Aber Tong schürt Misstrauen: „Glauben Sie wirklich, alle Leute ihres Empires sind Ihnen loyal???“ Tja, man kann sich nie sicher sein, und Tong bohrt noch tiefer: „Wer steckt dahinter?“ (Es wär’ mal spannend zu wissen, von welcher Sache überhaupt die Rede ist, aber wie ist das denn sonst in Z-Actionern? Ein fieser Schurke wird irgendwas fies Schurkiges tun; was genau, das ist dann halt Nebensache.) Quan will es genau wissen, erkundigt sich, was er überhaupt gemacht haben soll, und droht Tong mit seinem Anwalt (tja, wer sich verteidigt, der klagt sich an, oder wie hieß das noch so schön...).

Na ja, Tong belässt es dabei und verschwindet, Quan telefoniert schnell noch mit Roy und warnt ihn davor, dass Tong angefangen hat, rumzuschnüffeln (Kommentar Roys dazu: „Dieser Schweinehund!“, natürlich mal wieder im besten Wetterdaten-Tonfall). Roy scheint in der Sache übrigens wirklich die Ruhe wegzuhaben, er fährt fröhlich mit seinem Auto spazieren (!!!), dito die HK-Bullen. Aus welchem Grund auch immer, außer because the script says so, schneidet Roy die beiden, die dann die Verfolgung aufnehmen (WTF!!?? – Noch bescheuerter geht’s echt nicht mehr, also leck mich fett...). Was soll ich sagen, man liefert sich eine Verfolgungsjagd, natürlich wieder mal zu debilster Porno-Mucke. Diesmal scheint es zumindest tatsächlich so zu sein, dass das Team eine Drehgenehmigung hatte, sprich, die Straße sieht abgesperrt aus. Nicht, dass deswegen die Action wirklich was zu Gucken liefern würde. Jedenfalls fühlen sich Mack und Tong von der Situation überfordert („Der Idiot fährt teuflisch!“) und ersuchen Verstärkung beim Eddi-Murphy-Klon.

Roy hält das für den geeigneten Moment, aus dem Auto zu hüpfen und sich in sein Ninja-Dress zu werfen, sprich, er rollt die Straße runter und wir sehen uns in einem Feld wieder, wo er sich gegen Eddy Murphy (dieser inzwischen oben ohne) im Kampf Mann gegen Mann messen darf. Swordsplay und Shuriken ahoi und natürlich darf auch eine Bruce-Lee-Reminiszenz nicht fehlen, in der Murphy sein eigenes Blut leckt. Nur leider hat er den Sinn davon nicht ganz verstanden; wenn Bruce Lee das nämlich macht, dann plättet der immer seine Gegner, nicht umgekehrt. Nicht, dass Murphy jetzt abkratzen würde, er wird nur verletzt. Roy auch hat sich aber zu früh gefreut und wird Opfer einer hinterhältigen Schießattacke – verübt von dutzenden sich aus dem Nichts materialisierenden Bullen, welche hunderte von tödlichen Treffern austeilen. Das macht aber uns Roy doch nichts aus [tödliche Treffer sind auch nicht mehr das, was sie mal waren – manhunter], der rauchbombt sich einfach hinfort.
So, ergreifende Szene im Krankenhaus, wo Murphy sich wiederfindet (übrigens komplett eingegipst, aus welchem Grund auch immer) und über den freundlichen Besuch seines treudoofen Kollegen Slys freuen darf. Jetzt bekommt Murphy auch endlich einen Namen (Jack – na also, geht doch) und erklärt Sly, wie es zu der Misere kam: „War zu mächtig, zu grausam, zu hart.“ Und Sly stellt mal wieder die Gretchenfrage: „Der Killer war Ninja??!!“ (Ah Hilfe, dieses Overacting, dieser dämliche Blick, diese bescheuerte Synchro-Stimme!!! Please kill me now!!)

Jedenfalls kommt Sly sofort eine alte Geschichte in den Sinn (Flashback-Time!!), in der Roy Slys Girl in unüberbietbar dämlicher Weise befummelt und beackert (bald kann ich nicht mehr...). Da mischt sich auch schon der große Retter ein, irgendein ein bärtiger Typ (Paul Breitner nicht unähnlich), der Roy „verstößt“ (aus der Ninja-Organisation vermutlich). Roy tut das, was sich für einen fiesen Fiesling gehört, und murkst ihn kaltblütig ab, sodass sein Kollege Sly ihn nur noch tot bergen kann. So da haben wir’s – Sly ist selbst auch Ninja (oder ist es zumindest mal gewesen) und hat noch eine alte Rechnung mit Roy offen (juhuu, Showdown zwischen den beiden naht!!!!). Jedenfalls ist Sly sich sicher, dass Roy nun das Handwerk gelegt werden muss, bla bla, und auch wenn – wie ihn Jack noch mal freundlicherweise erinnert – Ninjas sehr mächtig sind, sein Blut soll nicht umsonst vergossen worden sein. Sly selbstbewusst: „Ich weiß, ich weiß. Mach. Ihn. Fertig!!“ (Oh Mann, die Mimik, der Tonfall, ich mach mich nass!)
Nun kommt es den Bullen vor, dass die Sache ins Übernatürliche geht („Das ist ja ’ne komische Geisterei!“), aber Sly weiß besser Bescheid: „Kein Geist, ein Ninja!“ Und: „Egal, welche Waffe du nimmst, nur ein Ninja kann einen Ninja töten.“ Worauf einer tatsächlich blödfragt: „Was? Solche Leute gibt’s?????“ Sly: „Ja.“ Na gut, dann sind ja alle Klarheiten beseitigt. Man beschließt, ausnahmsweise sogar mal systematisch vorzugehen (na endlich!), und da Sly auch noch das Glück hat, einen Ninja zu kennen (hä?? Ich dachte, er ist selber einer? [Nun gut, wer kennt eher einen Ninja als ein Ninja? Höchstens der örtliche Rauchbomben-Händler. – manhunter.] Na ja, wahrscheinlich will Sly das nicht wirklich vor versammelter Mannschaft zugeben, um seine Tarnung nicht auffliegen zu lassen – ein schöner WTF-Moment ist es dennoch), bewegen wir uns immer mehr Richtung Showdown.

Aber vorher werden wir noch Zeuge einer Schlägerei, in der Tong einen von Quans Leuten abmurkst (nicht weiter wichtig), und dann davon, wie sich eine Gespielin Quans in seiner Bude mit diesem darüber unterhält, wie man Tongs Ableben am schnellsten bewerkstelligen könnte. Sie möchte dann doch zu Wichtigerem übergehen („Gehen wir jetzt ins Bett?“ – Ha, Frauen, immer nur das Eine im Kopf, tsts...), aber (der sich übrigens gerade rasierende) Quan lehnt ihr warmherziges Angebot ab (pff, Flasche...), weil ja der Auftrag wichtiger sei (ts! Wat ’ne Lusche), und vertröstet sie auf später (das kann jeder sagen). Jedenfalls möchte sie nach Tongs Tod mit ihm feiern, „im Bett mit Champagner und Kaviar“ (!!!), aber, ächz, dann halt erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Tong spielt Squash (ja, Polizeibeamte sind immer im Dienst, klar). Quans Gespielin lockt ihn durch geschicktes Versteckspiel zu sich und verpasst ihm eine Kugel zwischen die Augen, wird dann aber selber abgemurkst (der Täter müsste der Sonnenbrillentyp von vorher sein).
Einer von Tongs Kollegen schwört, ihn zu rächen (Uh, Zickenalarm!! Achtet mal auf die etwas weibliche Synchro-Stimme). Sly versucht, ihn zu besänftigen: „Du darfst nicht durchdrehen. Du bist doch ein Polizist! Denn ... (Sprechpause) .... (Sprechpause) ... wir müssen die Mörder kriegen!“ Tja, der Geistesblitz hat natürlich etwas mehr Überlegung erfordert, aber ach, die Konkurrenz schläft nicht.

Anruf bei Quan: „Wir haben die zwei Schweine gefunden. Sie verstecken sich bei Shin, einem Verwandten von Ko.“ – Roy (der sich die Antwort reiflich überlegen muss): „PUSTET SIE WEG!!!!“ Ja, das ist noch echte Dramatik. Aber dann haben wir auch schon wieder einen Tumult. Es kommt zu einer Schießerei, in der Shin erschossen wird und irgendwer (der Killer?) vom Dach purzelt.
Sly (Tony) und Mack begeben sich zum Tatort, doch da, Roy nutzt die Situation schamlos aus und schleicht sich bei Slys Girl ein, die gerade zu übelster Synthie-Konservenmucke Aerobic macht (yo, kein 80s-Trash ohne Aerobic!). Slys Tusse bemerkt Roy, meint aber zuerst, sie habe ihn sich eingebildet (wieder mal der uralte Spiegel-Trick, Schock, Horror, Suspense, argh!), checkt dann aber doch, dass Roy leibhaftig im Zimmer ist (Schnellmerkerin). Sie bewirft ihn mit ihren Schallplatten (solang’s nur Heino-Platten sind, macht’s ja nix), Roy darf sie mit einer Rasierklinge (!) killen und sein dreckigstes Lachen aufsetzten (muar-har-har), woraufhin die Arme ihm tief in die Augen schauend verreckt.

Es wird eines der beiden „Schweine“ (Ko) von Quans Männern erschossen; Sly nimmt diese fest, oder versucht es zumindest, und bekommt heftig Dresche (puh!). „Du kannst dir sicher sein, wir zerstückeln dich, du Scheißer“, sind die warmherzigen Worte von einem der Pansen, aber als man ihm noch so richtig, richtig, RICHTIG Dresche verpassen will, verschwindet Sly plötzlich (spooky!). Natürlich wissen wir als alte Genre-Kenner ja längst Bescheid, er ist mit seinem roten Ninja-Dress entkommen und sucht nun das Weite, bzw. findet seine abgekratzte Freundin (schluchz!).
Roy hat gut Lachen und schmiedet schon wieder Pläne für die Zukunft: „Zuerst vernichten wir alle relevanten Dokumente. Dann verschwinden wir... (Trommelwirbel) WOANDERS hin!!“
Ah, ein teuflischer Plan, fürwahr. Roy hat alles durchdacht; er will Quan beiseite schaffen, da man dem evtl. was nachweisen könne, aber der verteidigt sich so gut er kann – wir sehen, wie er „zufällig“ von dem anderen „Schwein“ im Fernsehen gesehen wird, wo er bekennt, dass er nichts mit der Mafia zu tun zu hat und außerdem häufig für die Caritas spendet (!!!!!). Wie wir ja wissen: wenn im Fernsehen etwas gesagt wird, dann muss es wahr sein.

Catt und Wong (nicht weiter wichtig) haben einen neuen Auftrag, sie sollen sich in die „Hügelzone“ begeben, wo auch Roy rumschleicht (oh je, da soll einer noch mitkommen...). Wir sehen eine Szene, die, wenn ich mir das richtig zusammenreime, offenbar darstellen soll, wie Quan von den Hongkong-Bullen getötet wird (bin mir nicht ganz sicher, bekanntes Asiaten-Problem), aber das spiel jetzt eh alles keine Rolle mehr – Showdown!
Sly (stilecht mit gelbem Unterhemd und Lederjacke über der Schulter – stylisch, stylisch!) stellt sich Roy in den Weg. Sly: „Du bist sehr clever, aber benutzt deinen Kopf nur für kriminelle Ziele.“ – Roy: „Für Rache bist du zu dumm. Du weißt, du bist eine Null. Du weißt ich bin zu stark.“ Sly erklärt seine Motive: „Ich will Sicherheit für die Bürger, für mich selbst [Egoist!!], Rache für Nana [seine Freundin??] und die anderen.“ Also, Zeit sich zu kloppen. Roy wirft seine Pistole weg (schlau), die daraufhin explodiert (aha), und transformiert sich zum Ninja. Plötzlich hat sich Roy verdreifacht, aber Roy erschießt die Trugbilder mit einer Uzi (!!) und hält dies für den passenden Moment, sich zum Red Ninja zu verwandeln (wobei auch er seine Uzi zu Klump wirft...).
Aber noch stehen die Roy-Klone. Sly beackert sie mit einem tödlichen Fächer und pustet ihnen mit Pfeilen das Licht aus, was dazu führt, dass sich die Roy-Klone, ihres Zeichens Black Ninjas, in White Ninjas verwandeln, sodass Sly sein Schwert sprechen lassen muss (abfliegende Körperteile, yay!). Dann folgt die Rückverwandlung in Roy, der jetzt eine Peitsche hat (ich gebe nur wieder, was kann ich denn dafür, dass das alles so wirr ist?). Jedenfalls kämpft Roy mit dieser gegen Sly, der ein Schwert hält (öh, irgendwie ein ungleicher Kampf, nicht?); Roy wird bald in die Ecke getrieben, hat aber plötzlich sein Schwert wieder. Dieses setzt er freilich nicht ein, stattdessen rammt er Sly einen Dolch rein (macht dem nix); Sly kontert mit einer fiesen Blendattacke und Pfeil, er rammt Roy einen Dolch in den Hals und zerschießt ihn mit seinem Zauber in tausend Stücke (Porzellan und roter Rauch). Aus, Ende, Roy tut keinen Pieps mehr. Welt gerettet, alles wieder gut.

Oh je, war das jetzt wieder bekloppt. Der Film ist wirklich ein äußerst bescheuerter Vertreter seiner Zunft und das will echt was heißen. Glücklicherweise haben wir es hier aber auch mit einem hochgradig unterhaltsamen Genre-Vertreter zu tun und das liegt nicht zuletzt an den Schauspielern, der grenzdebilen Synchro und den wirklich vielen WTF-Momenten. Es ist eine schiere Freude, dem infantilen Treiben zuzugucken; der Film sticht wirklich aus der Masse der Trash-Eastern heraus.

So, Handlung und Drehbuch: Hm, nicht viel vorhanden in der Richtung. Es geht um Organhandel, aber ich meine, das spielt nicht den Furz einer Rolle. Warum auch? Irgendeinen Grund zum Kloppen braucht es halt, warum sollte man sich als Filmverbrecher über die Details den Kopf zerbrechen? Es wäre interessant gewesen zu wissen, was mit dem Verbleib der ganzen Personen aus dem Oiriginal Footage ist, aber okay, lasse ich jetzt mal so gelten, man will da ja nicht übermäßig kritisch sein. Es überrascht mich dennoch, wie wenig OF und New Footage miteinander in Konflikt geraten; man kann sagen, die Verbindung klappt einigermaßen gut, wobei es wahrscheinlich so ist, dass OF und NF vom Tempo her einigermaßen zueinander passen und auch vom Look her gewisse Gemeinsamkeiten haben, von daher ist es in Ordnung.
Was mich wieder wundert: wenn man eh Asiaten am Set hatte, z.B. Tao Chiang, warum gibt man denen dann nicht größere Rollen? [Weil Asiaten im Allgemeinen eher klein sind? – manhunter.]Aber Tao Chiang verabschiedet sich in Windeseile wieder, okay, macht ja nix. Wie gesagt, der Zusammenschnitt geht einigermaßen, was allerdings auch bedeutet, dass wir auf die offizielle Die-meinen-dass-wir-es-nicht-checken-dass-das-zwei-verschiedene-Räume-sind-Szene verzichten müssen, aber macht hier eigentlich auch nicht viel aus, der Film ist bescheuert genug. Wobei ich jetzt gar nicht mal sicher sagen könnte, ob wir es hier mit nur einen Quellfilm oder mehreren zu tun haben. Sicher hat das OF eine durchgängige Geschichte zu erzählen, also das mit dem Gefängnisausbruch usw., aber ob z.B. das mit der Killerin auch dazu gehört, weiß ich nicht, könnte auch noch woanders her stammen. So wäre es denkbar, dass die ausgebrochenen Typen bei dem einen Onkel landen, die ebenfalls entlaufene Frau dann zu der Killerin und somit wiederum ein Bandenkrieg ausgelöst wird, oder so; das ist aber nur Spekulation meinerseits. Schwamm drüber, mit der Unterstützung unserer geliebten Filmverbrecher sieht es eh mal wieder ganz anders aus. Die hatten diesmal das Glück einen Quellfilm zu haben, der einigermaßen hohes Tempo hat (im Gegensatz z.B. zu DIAMOND NINJA FORCE, der zwar auch seine Momente hat, aber stellenweise schon auch auf seine Längen kommt). Action gibt’s hier jedenfalls genug, Flashbacks auch, Ninja-Mythologie ebenso, es scheppert und rummst eigentlich immer und der Film ist äußerst kurzweilig.

Die schauspielerischen Leistungen sind teilweise echt zum Schreien, vor allem was uns Sly bietet geht echt auf keine Vorhaut [igitt – manhunter]. Verkörpert wird er von einem gewissen Paulo Tocha, einem Muay-Thai-Experten; selbiger wurde schon für den „U.S. national Actor's Award“, den „International Actor's Award“ und den „U. S. Judge and Referee of the year (1999) Award“ nominiert (immerhin!). Viel mehr gibt die Imdb leider nicht her, bloss, dass er auch das Pseudonym Bruce Stallion benutzte (uff) und in Knallern mitspielte wie BLOODSPORT (echt? mir gar nicht aufgefallen), PREDATOR 2, FIST OF THE NORTH STAR oder in dem vom Doc wärmstens empfohlenen (und von mir noch nicht gesehenen) THE THIRD SOCIETY, sowie in weiteren Ho-Hobeln (Wortspiel!), u.a. NINJA TERMINATOR, NINJA DRAGON oder SILVER DRAGON NINJA (von letzterem hab ich die letzten Tage einen Trailer in den BM-Sequenzen-Thread gestellt, buar-har-har). Der witzigste Eintrag ist aber der zu GASTON EN LEO IN HONG KONG, in dem er einen Charakter namens „Rambo“ spielt (kein Witz!!!); das ist aber, wie’s aussieht, ne Komödie, insofern entschuldigt (oder auch nicht...). Er rockt auf jeden Fall die Hütte, das muss man echt gesehen haben. Sein Overacting ist zum Heulen und allein schon die Tatsache, dass er einen Interpol-Agenten darstellen soll, oh je...
Na ja, zu Louis Roth muss ich, glaube ich, nicht mehr viel sagen, da habe ich mich schon ausgiebig geäußert im Review zu THE VAMPIRE RAIDERS, wo er auch der Hammer war und sogar den Widerpart zu Cora Bentley übernehmen durfte (so weit muss man es erst mal bringen). Hier ist er zu genial als Bösewicht; vor allem in der Szene, wo er völlig grundlos die Bullen mit seinem Auto schneidet, oder im Flashback mit Paul Breitner. Er ist einfach ein extrem cooler Bösewicht und spielt sich noch das letzte Herzblut runter, ja, er hatte anscheinend wirklich Spaß bei der Sache, das muss man ihm lassen. Was dem Ganzen dann noch die Krone aufsetzt, ist sein Hauptquartier mit den putzigen Weihnachtssternen. Hach, die golden 80s, wo sind sie nur hin? Und sein wirklich inflationärer Gebrauch von Schimpfwörtern ist ziemlich derbe, jaja. Der Film nicht jetzt nicht besonders hart, aber für jeden Film mit Louis Roth braucht man schon starke Nerven. Leider ist Louis ja schon verstorben. Auch an dieser Stelle noch mal: Rest in Peace!

Die anderen Darsteller kann ich leider kaum identifizieren. Jack wird von einem gewissen Eric Neff gespielt, der sonst nur in BLOODSPORT auftauchte, und Mr. Foster wird gelistet als Joe Redner, auch er hat bloss eine weitere Filmrolle (THUNDERING NINJA) vorzuweisen. Die Imdb listet die weiteren Namen, die ich aber nicht zuordnen kann: Eddie Chan, Bernie Junker, Max Kwan und Klaus Mutter, neben einem gewissen Tom Allen vom US-Box-Cover. Interessant ist allerdings die Anwesenheit von einem gewissen Stanley Tong, der mir auch bekannt ist, den ich hier aber leider auch nicht wirklich zuordnen kann. Ich glaube, er spielte einen der HK-Bullen, bin mir jetzt aber nicht mehr ganz sicher (wurde er von Quan erschossen?). Die Imdb listet bei ihm viele Rollen als Stuntman und Regisseur auf, z.B. in JACKIE CHAN – SUPERCOP, RUMBLE IN THE BRONX und JACKIE CHAN’S FIRST STRIKE. Ja, der Mann hat’s zu was gebracht. Als Produzent war er übrigens auch tätig, beispielsweise bei der Serie MARTIAL LAW, wenn die noch jemand kennt.

Außerdem ist er der Schwager von Lieh Lo, der in über 200 Filmen mitgespielt, in sieben Regie geführt und einen produziert hat. Er war üblicherweise der Schurke und einer der Superstars des Kung-Fu-Kinos, bevor ihn dann Bruce Lee ablöste. Er spielte mit diesem nie zusammen, so weit ich weiß, dafür hatte er viele Auftritte in diversen Bruceploitern, aber auch mit Jackie Chan und Tao Chiang, den wir hier auch kurz mal sehen dürfen (leider nur ganz am Anfang, zu ihm hab ich mich auch schon geäußert bei DIAMOND NINJA FORCE z. B.). Ja, ein echtes Star-Ensemble, muss man sagen.

Viel mehr muss ich, glaube ich, nicht loswerden. Regisseur ist wieder mal Godfrey Ho (hier unter dem Pseudonym Wallace Chan), Drehbuchautor ist ein gewisser Jim Brown, der auch ein paar kleinere Filmrollen vorzuweisen hat, z. B. in MAD MAX 2. Er war zudem als Kameramann bei ROCKY 2 beschäftigt. Auf dem US-Box-Cover gibt er sich als „Kurt Spielberg“ aus – meine Nerven! Ja, langsam werde ich alt, lange packe ich das nicht mehr, uff... Produziert ist der Quatsch natürlich mal wieder von Filmark; Tomas Tang, ihr kennt euch aus.

Vorgelegt wird uns der Käse als ONYX-Tape, das einen ungekürzten Eindruck macht – okay, sicher sein kann man sich da nie. Eine DVD gibt es leider nicht. Schade drum, könnte sich da nicht wenigstens mal Best erbarmen? Ansonsten existieren noch das US-Tape, ein griechisches Tape und ein japanisches, welche alle die kleine, aber feine Gemeinsamkeit haben, dass das Cover-Design ein kleines bisschen (fast zu bemerken) an den Stallone-Kracher COBRA aka DIE CITY COBRA aus demselben Jahr erinnert. Es muss wohl auch eine französische Fassung geben, da vieles von dem Trailermaterial, das ich gefunden habe, eben französisch synchronisiert ist. Auch sehr lustig, wenn man, so wie ich, ein paar Wörter französisch kann, denn auch diese Synchro ist unglaublich pansig, hihi. Wie gesagt, es existiert meines Wissens nothing but Tapes, sodass ich ja meine Review-Methode ändern musste (siehe Vorwort). Wobei ich sagen muss, es kam mir in der Tat schneller vor, weiß jetzt nicht so genau. Aber ich glaube, ich habe dafür auch manche Sachen vergessen. Na ja, man kann nicht alles haben (das Review ist ja auch kürzer als meine letzten, newa). Gut, der Film ist ein recht dankbarer Review-Kandidat, das artet nicht ganz so in Arbeit aus wie z. B. bei FUTURE WAR (ich mach’s ja trotzdem gerne).

Aber es hat mit Sicherheit den Vorteil, dass ich euch nicht alles an idiotischen Dialogen, bad acting usw. gespoilert habe, oh nein, ihr dürft euch schon noch auf einiges gefasst machen. Auch die absolut grenzdebile Synchro trägt da ihren Teil zu bei. Ich möchte echt nicht zu viel verraten, aber glaubt mir, die wird euch an manchen Stellen echt umhauen, so bescheuert wie die ist, hehe. Die müssen echt alle besoffen gewesen sein. Okay, es nimmt noch keine Schnaas-Ausmaße an (schaut euch mal auf Youtube den Trailer zu ZOMBIE 90 oder GOBLET OF GORE an, hihi).

Ich kann euch nur sagen, wir haben es hier mit einem äußerst unterhaltsamen Streifen zu tun, zu dem euch leider diesmal nicht so viel Trivia beisteuern kann, weil ich einfach kaum was gefunden habe. Ich habe nur eine Hand voll weiterer Reviews gefunden (Filmflausen, Return of the Ninjas und Horror-Page.de) sowie ein Kurzreview bei Asiatischefilme.de), sodass der „Forschungsstand“ zu dem Krempel mal wieder eher niedrig ist. Aber alle Kritiker, die ich bisher gehört habe, kommen zu dem Schluss (ich eingeschlossen), dass der Film definitiv einen Haufen Spaß macht. Es ist einfach schon mal zu witzig, dass die Darsteller alle so aussehen wie bekannte Vorbilder; ich will den Leuten ja nicht zu nahe treten, ist aber so (also wir hätten da Sylvester Stallone, Tom Cruise, Al Bundy, Eddy Murphy, ...). Im Trash ist das ja erlaubt.

Fazit: CLASH OF THE NINJAS ist eine absolute Trashgranate und einer der Trashkönige aus dem wirklich kaum mehr überschaubaren Ninja-Genre, neben dem TODESSCHWERT beispielsweise (ja, ich find den super!!); MAFIA VS. NINJA (mit den Ninjas, die sich als Misthaufen tarnen, hihi) und NINJA THE FINAL DUEL hab ich leider noch nicht gesehen.
Ich kann euch nur sagen, den Film muss man sich wirklich mal ansehen. Der ist ein echter Freudenbringer, ein wahnwitziger Trashfilm ohne Gnade, zweifellos eines der größten Highlights zum Thema schlechter Eastern. Da gibt’s nix, ein definitiver Must-have, holt euch das Teil, ihr werdet es nicht bereuen!!

(c) 2008 Diamond Bentley

  • “Ninja?? Der Killer war Ninja???” (Ja Keule, believe it or not)

  • Mitsubishi stellt aber inzwischen schon wirklich jeden Pansen ein…

  • Geld stinkt nicht!

  • Neulich im Kindergarten

  • Gestatten? Charmeur alter Schule

  • Walküre?

  • Kinderherzen sind wie Wunderkerzen

  • Aerobic macht Spaß!

  • Muar-har-har!!!! BRUA-HARR-HARRR!!!!!!!

  • Sly: “Stopp! Oder mein Klon schießt!“

  • “Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief's ganz flüssig.“

  • “Na klar bin ich gut druff, hollodrio!“

  • Cover des deutschen Onyx-Tapes

  • Cover des US-Tapes

  • Cover des japanischen Nikkatsu-Tapes


BOMBEN-Skala: 8

BIER-Skala: 8


mm
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